Explosion

    Nach Beirut-Explosion Kapazitäten für Corona-Patienten nahezu erschöpft

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    Libanon,

    Nach der verheerenden Explosion im Hafen von Beirut sind die Kapazitäten in der libanesischen Hauptstadt für die Behandlung von Corona-Patienten nahezu erschöpft.

    Nach Exploison unbrauchbares Krankenhauszimmer in Beirut
    Nach Exploison unbrauchbares Krankenhauszimmer in Beirut - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Libanesischer Gesundheitsminister: Es fehlt an Intensivbetten und Beatmungsgeräten.

    «Staatliche und private Krankenhäuser insbesondere in der Hauptstadt haben sehr begrenzte Kapazitäten, sowohl was Intensivbetten als auch Beatmungsgeräte angeht», sagte der libanesische Gesundheitsminister Hamad Hassan am Montag bei einer Pressekonferenz. «Wir stehen am Abgrund, wir haben nicht den Luxus, uns Zeit zu lassen.»

    Hassan warb daher für eine «harte Entscheidung» der Behörden für einen erneuten zweiwöchigen Lockdown im Libanon, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen.

    Im Hafen von Beirut waren am 4. August 2750 Tonnen Ammoniumnitrat explodiert, die ungesichert in einer Halle lagerten. Mehr als 170 Menschen kamen ums Leben, mehr als 6500 weitere wurden verletzt. Die Stadt wurde in weiten Teilen verwüstet, etwa 300.000 Menschen wurden obdachlos.

    Das Gesundheitssystem in Beirut ist nun zum einen wegen der zahlreichen Verletzten überlastet. Zum anderen zerstörte oder beschädigte die Explosion mehrere Krankenhäuser und andere medizinische Versorgungseinrichtungen. Ausserdem mache das durch das folgenschwere Unglück verursachte Chaos es den Behörden schwer, die Einhaltung von Corona-Schutzmassnahmen durchzusetzen, sagte Gesundheitsminister Hassan.

    Schon in den Wochen vor der Explosion hatten die Zahlen der täglichen Corona-Neuansteckungen und -Todesfälle im Libanon zugenommen. Nach der Explosion erreichten sie dann neue Höchststände. Am Sonntag wurde ein Rekord von 439 Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet. Seit dem ersten Ausbruch im Februar wurden im Libanon insgesamt 8881 Ansteckungen und 103 Todesfälle registriert.

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