Müller: Unglück wie Rana Plaza darf sich nicht wiederholen

DPA
DPA

Deutschland,

Acht Jahre ist es her, dass beim Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesch mehr als tausend Näherinnen starben. Der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller mahnt zum Jahrestag mehr Schutz an.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU). Foto: Wolfgang Kumm/dpa
Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU). Foto: Wolfgang Kumm/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Entwicklungsminister Gerd Müller hat zum achten Jahrestag des tödlichen Unglücks in einem Fabrikhochhaus in Bangladesch einen besseren Schutz vor Ausbeutung angemahnt.

«Beim verheerenden Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch starben vor acht Jahren 1138 Näherinnen. Immer nur billiger, billiger - dafür zahlten sie mit ihrem Leben», sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

Das Unglück am 24. April 2013 war der grösste Unfall in der internationalen Textilindustrie. Er löste eine Debatte über die Arbeitsbedingungen in der Branche und darüber hinaus aus.

«31 Mode-Labels hatten in Rana Plaza produzieren lassen, auch aus Deutschland. Ein zweites Rana Plaza darf es nicht geben! Wer ein T-Shirt «Made in Germany» kauft, muss sicher sein, dass dafür keine Arbeiter ausgebeutet wurden und erst recht keine Kinder arbeiten mussten», so Müller.

Nach seinen Worten schuften weltweit über 70 Millionen Kinder in Fabriken, Steinbrüchen oder auf Kaffeeplantagen - auch für Produkte, die in Deutschland verkauft werden. «Das ist moderne Sklaverei. Deswegen kämpfe ich für das Lieferkettengesetz. Damit können und wollen wir diese Verhältnisse ändern», so Müller. «Ob wir vom freien zum fairen Handel kommen, das ist die soziale Frage des 21. Jahrhunderts.»

Mehr zum Thema:

Kommentare

Weiterlesen

x
234 Interaktionen
Verboten!
Salt
220 Interaktionen
«Untergejubelt»

MEHR IN NEWS

Rega
12 Interaktionen
Immer mehr
Corona
34 Interaktionen
In der Schweiz
Moretti
Rechtsexperte

MEHR AUS DEUTSCHLAND

11 Interaktionen
Erfurt
Oliver Pocher
Video mit Amira
Friedrich Merz
22 Interaktionen
Berlin