EU

    Müll, Strom und Bahnverkehr - neue EU-Regeln zum 1. Januar

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    Der Green Deal soll helfen, bis 2050 in der Europäischen Union alle Klimagase zu vermeiden oder auszugleichen. Einige neue Regeln stellen schon zum Jahreswechsel die Weichen.

    Ein Zollbeamter in Indonesien: Exporte von unsortiertem Plastikmüll aus der Europäischen Union in Entwicklungsländer werden ab 1. Januar verboten. Foto: Achmad Ibrahim/AP/dpa
    Ein Zollbeamter in Indonesien: Exporte von unsortiertem Plastikmüll aus der Europäischen Union in Entwicklungsländer werden ab 1. Januar verboten. Foto: Achmad Ibrahim/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Vorfahrt für den Zugverkehr, Kampf dem Plastikmüll: Einige wichtige Änderungen sollen ab 1. Januar vor allem den Umwelt- und Klimaschutz in der Europäischen Union voranbringen.

    Ein Überblick:

    Kein unsortierter Plastikmüll mehr in Entwicklungsländer

    Exporte von unsortiertem Plastikmüll aus der Europäischen Union in Entwicklungsländer werden ab 1. Januar verboten - nur noch saubere Kunststoffabfälle zum Recycling dürfen dorthin ausgeführt werden. Auch für Exporte und Importe in und aus Industriestaaten gelten schärfere Auflagen. Ziel ist, die Plastikverschmutzung einzudämmen und das Material systematisch wieder zu verwerten. 2019 exportierte die EU 1,5 Millionen Tonnen Plastikabfälle, zumeist in die Türkei und asiatische Länder.

    Mehr intelligente Stromzähler, Verzahnung der Energiemärkte

    In Kraft tritt zum 1. Januar auch ein Schwung neuer EU-Energieregeln. Für Verbraucher am interessantesten ist die sogenannte Strommarktrichtlinie, die den Einbau moderner Stromzähler voranbringen soll. Diese gelten als Voraussetzung für Tarifmodelle, mit denen Strom zu bestimmten Zeiten günstiger werden soll - etwa als Anreiz, die Waschmaschine nachts laufen zu lassen. Laut Verordnung sollen die EU-Staaten sicherstellen, dass Stromkunden über Chancen, Kosten und Risiken solcher Tarife und Zähler informiert werden. Daneben starten neue Regeln für die Planung, Berichterstattung und Überwachung der Energiemärkte der EU-Staaten mit dem Ziel, die Klimaziele gemeinsam umzusetzen.

    Das europäische «Jahr der Schiene»

    Mehr Passagiere und Fracht per Bahn: Am 1. Januar beginnt das europäische «Jahr der Schiene». Die Werbeaktion soll den Zugverkehr als klimafreundliche Alternative zur Strasse voranbringen. Bisher werden nur sieben Prozent der Passagiere und elf Prozent der Güter auf der Schiene transportiert. Bis 2050 soll sich der Frachtanteil der Schiene verdoppeln und die Verbindungen in Hochgeschwindigkeitszügen verdreifachen.

    Neue Regeln für «Konfliktmineralien» wie Zinn oder Gold

    Die Beschaffung wichtiger Mineralien für Europa soll nicht zu bewaffneten Konflikten oder Zwangsarbeit in den Herkunftsländern beitragen: Das ist das Ziel einer neuen EU-Verordnung, die ebenfalls ab 1. Januar gilt. Sie erlegt den Importeuren Sorgfaltspflichten in der Lieferkette auf. Betroffen sind Gold, Zinn und die Metalle Wolfram und Tantal.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Krankenkasse
    5 Interaktionen
    Prämien-Treiber
    Pest
    2 Interaktionen
    Pest in Russland?

    MEHR IN NEWS

    Clean UP
    1 Interaktionen
    Abfall-Jagd
    Dieser Thurgauer fährt auch mit 73 noch Töff-Rennen
    «Vorne mitmischen»
    Kanton baut den Kindesschutz weiter aus
    Nach externer Analyse
    «Bulimie ist eine Sucht, ein Zwangsverhalten, eine absolute Abhängigkeit», sagt Andrea Ammann. - pd
    Mentorin erklärt

    MEHR EU

    1 Interaktionen
    Peking
    21 Interaktionen
    Bern
    Ursula von der Leyen
    56 Interaktionen
    Brüssel
    Patric Franzen EU
    10 Interaktionen
    Bern

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    mitarbeiter
    37 Interaktionen
    Gen Z
    Vanessa Behrendt AfD
    75 Interaktionen
    Wut in Deutschland
    Frankfurt/Main
    ki
    KI aus Deutschland