Ein möglicher Koalitionspartner der Sozialdemokraten in Norwegen hat sich aus den Sondierungsgesprächen über ein künftiges Mitte-links-Bündnis zurückgezogen. Die Sozialistische Linkspartei (SV) verliess die Gespräche am Mittwoch.
Jonas Gahr Støre (2.v.r), Vorsitzender der sozialdemokratischen Arbeiterpartei, jubelt nach der Auszählung der Wahlergebnisse. In Norwegen zeichnet sich ein Regierungswechsel ab. Foto: Javad Parsa/NTB/dpa
Jonas Gahr Støre (2.v.r), Vorsitzender der sozialdemokratischen Arbeiterpartei, jubelt nach der Auszählung der Wahlergebnisse. In Norwegen zeichnet sich ein Regierungswechsel ab. Foto: Javad Parsa/NTB/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • «Mit grosser Enttäuschung müssen wir feststellen, dass es auch Sicht der SV keine politische Grundlage für die Bildung einer rot-grünen Regierung gibt», sagte der Parteichef Audun Lysbakken am Tagungsort, einem Hotel nördlich von Oslo.

Grund dafür dürften unterschiedliche Positionen beim Klima- und Umweltschutz sowie der damit verbundenen Ölpolitik sein. Damit wird die SV in die Opposition gehen; sie liess aber die Tür offen, etwa beim Staatshaushalt mit der künftigen Regierung zusammenzuarbeiten.

Die sozialdemokratische Arbeiterpartei war bei der Parlamentswahl in Norwegen am 13. September stärkste Kraft geworden. Ihr Parteichef Jonas Gahr Støre wird somit aller Voraussicht nach nächster Ministerpräsident. Er wollte bei den Sondierungen die Möglichkeiten für eine Regierungsmehrheit mit der Sozialistischen Linken und der Zentrumspartei ausloten. Ohne die SV wird es die nicht geben. In Skandinavien sind aber auch Minderheitsregierungen keine Seltenheit.

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