Mitarbeitende der Deutschen Bahn erhalten nun Bodycams
Nach einem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter ergreift die Deutsche-Bahn-Chefin Massnahmen und stattet die Mitarbeitenden mit Bodycams aus.

Das Wichtigste in Kürze
- Rund 2000 Bahnmitarbeitende bei der Deutschen Bahn bekommen freiwillig Bodycams.
- Die Kameras sollen Übergriffe dokumentieren und Gewalt vorbeugen.
- Die Bahn plant zusätzlich 200 neue Sicherheitskräfte und einen besseren Hilferufknopf.
Die Deutsche Bahn stattet ab sofort rund 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Fernverkehr mit sogenannten Bodycams aus.
Das umfasse Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter sowie Beschäftigte in der Bordgastronomie und in den DB Lounges, wie der staatseigene Konzern mitteilte.
Die Nutzung der Kameras, die an der Dienstkleidung befestigt werden, bleibe freiwillig.

Mit der Massnahme sollen die Mitarbeitenden Übergriffe durch Fahrgäste besser dokumentieren können. Die Sicherheit der Beschäftigten soll sich dadurch erhöhen.
Für mehr Sicherheit
«Bodycams tragen dazu bei, dass sich Reisende und Mitarbeitende gleichermassen sicher in den Zügen des Fernverkehrs fühlen», teilte die Bahn mit.
«Sie haben eine präventive Wirkung und dienen der Abwehr und Reduktion von Gewalttaten sowie der Beweissicherung.»

Bahnchefin Evelyn Palla hatte nach einem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter im Regionalverkehr im Februar Massnahmen angekündigt.
Diese umfasst, dass noch in diesem Jahr alle Beschäftigten mit Kundenkontakt mit einer solchen Kamera ausgestattet werden sollen.
Bleibt freiwillig
Das Tragen der Kamera bleibt freiwillig. Bisher war das nur im Regionalverkehr der Fall.
Die Massnahme ist eine von mehreren im sogenannten Aktionsplan für mehr Sicherheit auf der Schiene. Weitere sind die Einstellung von 200 zusätzlichen Sicherheitskräften.
Sowie die Weiterentwicklung eines Hilferufknopfs. Mit diesem können die Mitarbeitenden in Gefahrensituationen schon jetzt unauffällig die Leitstelle informieren.
















