Tödliche Schüsse in Köln: Festnahme zwei Jahre später
Nach tödlichen Schüssen vor einem Fitnessstudio in Deutschland im Oktober 2024 ist der mutmassliche Schütze in den Niederlanden festgenommen worden. Gegen den 22-Jährigen wurde Haftbefehl wegen Mordes erlassen, wie der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer mitteilte.

Der Tatverdächtige soll am 22. Oktober 2024 in Köln einen 32-Jährigen getötet haben. Er besitze sowohl die deutsche als auch die niederländische Staatsbürgerschaft und habe vor seiner Flucht in Bergisch Gladbach gelebt. Aktuell befinde er sich in Auslieferungshaft. Die «Bild» hatte berichtet.
Das spätere Opfer hatte damals vor dem Studio in ein Auto steigen wollen, als plötzlich mehrmals geschossen wurde. Der 32-Jährige starb kurze Zeit später in einer Klinik. Zeugen berichteten, dass der vermummte Schütze auf einem E-Scooter geflohen sei. Die Polizei suchte auch mit Fahndungsfotos nach ihm.
Damals äusserte Bremer die Annahme, es gebe einen «deutlichen Bezug zum Rocker-Milieu». Auch vor den tödlichen Schüssen sei es demnach schon zu Angriffen auf den 32-Jährigen gekommen. Den aktuellen Angaben nach könnten Geldforderungen Hintergrund des Attentats gewesen sein. Ausserdem bestehe der Verdacht, dass der Schütze für die Tat beauftragt worden sei. Ob eine Entlohnung stattfand, sei momentan unklar.
Neben dem mutmasslichen Schützen soll es zu einer weiteren Festnahme eines Mannes ausserhalb Deutschlands gekommen sein – in der Türkei. Bei ihm könnte es sich laut Staatsanwaltschaft um einen 37-jährigen Mitbeschuldigten handeln. Er soll unter anderem den E-Scooter besorgt haben, den der Tatverdächtige zur Flucht benutzte. Die Staatsanwaltschaft habe jedoch von den türkischen Behörden bislang keine entsprechenden Informationen erhalten.










