Mit Schlittschuhen drauf: Tiefe Temperaturen frieren Bodensee ein
Aktuelle Minusgrade lassen nicht nur Hände frieren: Vergangenes Wochenende bildete sich auf dem Bodensee eine Eisfläche – sie lockt Wagemutige an.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Bodensee ist zum Teil zugefroren – und zieht Abenteuerlustige aufs Eis.
- Offiziell zugelassen ist das Betreten der Eisfläche nicht.
Eisige Überraschung zum Jahresanfang: Teile des deutschen Bodensees sind zugefroren. Darüber berichtet die ARD.
Die Gelegenheit, auf dem Eis eine Runde zu drehen, lassen sich Einheimische und Touristen nicht entgehen.
Ob zum Spazieren oder Schlittschuhlaufen: Auf der Eisfläche zwischen Allensbach und Reichenau versammeln sich momentan Klein und Gross.
«Betreten auf eigene Gefahr»
Die Dicke der Eisschicht wird derzeit vom verantwortlichen Polizeipräsidium Göppingen (D) geprüft. Offiziell wurde das Betreten der Fläche jedoch noch nicht bewilligt.
Besonders grossflächig zugefroren ist der Gnadensee, der via Rhein mit dem Bodensee verbunden ist und direkt in der Nähe liegt.
Matthias Graf, Sprecher der Kantonspolizei Thurgau, sagt zu Nau.ch: «In Buchten, Häfen oder in Flachwassergebieten sind am Bodensee und Untersee vereinzelte kleine Flächen zugefroren.»

Der Kapo seien momentan jedoch keine grösseren zusammenhängenden Eisflächen wie beim Bodensee bekannt. Trotzdem: «Es können vereinzelt Personen auf diesen Eisflächen festgestellt werden.»
Kapo Thurgau: «Betreten der Eisfläche erfolgt auf eigenes Risiko»
Grundsätzlich sei die zuständige Gemeinde oder der Besitzer des Gewässers für die Freigabe zuständig.
«Das Betreten der Eisfläche erfolgt auf eigenes Risiko», betont Graf. «Die Kantonspolizei Thurgau empfiehlt, die Beschilderungen an den Gewässern zu befolgen.» Zudem rät sie, sich an die Eisregeln der Schweizerischen Rettungsgesellschaft SLRG zu halten.
Das damit einhergehende Risiko und eine fehlende offizielle Bewilligung scheint kaum jemanden vom winterlichen Abenteuer abzuhalten – im Gegenteil. Wie die ARD berichtet, reisen einige sogar extra an.
Kein neues Phänomen
Dass sich die Rücksicht auf Warnhinweise lohnt, dürfte auch am vergangenen ersten Weihnachtstag deutlich geworden sein.
Als eine Menschengruppe den zugefrorenen St. Moritzersee betritt, bricht die Eisfläche und die Betroffenen werden eiskalt ins kalte Wasser geworfen.
Dass der Bodensee jedoch jemals wieder ganz zufrieren sollte, ist eher unwahrscheinlich. Das letzte Mal war dies im Jahre 1963 der Fall. In besagtem Winter gefroren auch andere Seen in der Schweiz, so zum Beispiel der Bieler- oder der Zürichsee.
















