Bodensee

Mit Schlittschuhen drauf: Tiefe Temperaturen frieren Bodensee ein

Luna Gerber
Luna Gerber

Bodensee,

Aktuelle Minusgrade lassen nicht nur Hände frieren: Vergangenes Wochenende bildete sich auf dem Bodensee eine Eisfläche – sie lockt Wagemutige an.

Gefrorener Bodensee
Zahlreiche Menschen zieht es aktuell auf die gefrorenen Eisflächen des Gnaden-, Unter- und Bodensees. - X - User «@kersten_1966»

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Bodensee ist zum Teil zugefroren – und zieht Abenteuerlustige aufs Eis.
  • Offiziell zugelassen ist das Betreten der Eisfläche nicht.

Eisige Überraschung zum Jahresanfang: Teile des deutschen Bodensees sind zugefroren. Darüber berichtet die ARD.

Die Gelegenheit, auf dem Eis eine Runde zu drehen, lassen sich Einheimische und Touristen nicht entgehen.

Ob zum Spazieren oder Schlittschuhlaufen: Auf der Eisfläche zwischen Allensbach und Reichenau versammeln sich momentan Klein und Gross.

«Betreten auf eigene Gefahr»

Die Dicke der Eisschicht wird derzeit vom verantwortlichen Polizeipräsidium Göppingen (D) geprüft. Offiziell wurde das Betreten der Fläche jedoch noch nicht bewilligt.

Besonders grossflächig zugefroren ist der Gnadensee, der via Rhein mit dem Bodensee verbunden ist und direkt in der Nähe liegt.

Matthias Graf, Sprecher der Kantonspolizei Thurgau, sagt zu Nau.ch: «In Buchten, Häfen oder in Flachwassergebieten sind am Bodensee und Untersee vereinzelte kleine Flächen zugefroren.»

bodensee
Der Gnadensee beim Bodensee ist besonders grossflächig zugefroren. Auch der Bodensee selbst und der Untersee haben teilweise vereiste Flächen. - Google Maps

Der Kapo seien momentan jedoch keine grösseren zusammenhängenden Eisflächen wie beim Bodensee bekannt. Trotzdem: «Es können vereinzelt Personen auf diesen Eisflächen festgestellt werden.»

Kapo Thurgau: «Betreten der Eisfläche erfolgt auf eigenes Risiko»

Grundsätzlich sei die zuständige Gemeinde oder der Besitzer des Gewässers für die Freigabe zuständig.

«Das Betreten der Eisfläche erfolgt auf eigenes Risiko», betont Graf. «Die Kantonspolizei Thurgau empfiehlt, die Beschilderungen an den Gewässern zu befolgen.» Zudem rät sie, sich an die Eisregeln der Schweizerischen Rettungsgesellschaft SLRG zu halten.

Das damit einhergehende Risiko und eine fehlende offizielle Bewilligung scheint kaum jemanden vom winterlichen Abenteuer abzuhalten – im Gegenteil. Wie die ARD berichtet, reisen einige sogar extra an.

Kein neues Phänomen

Dass sich die Rücksicht auf Warnhinweise lohnt, dürfte auch am vergangenen ersten Weihnachtstag deutlich geworden sein.

Als eine Menschengruppe den zugefrorenen St. Moritzersee betritt, bricht die Eisfläche und die Betroffenen werden eiskalt ins kalte Wasser geworfen.

Hast du schonmal einen gefrorenen See betreten?

Dass der Bodensee jedoch jemals wieder ganz zufrieren sollte, ist eher unwahrscheinlich. Das letzte Mal war dies im Jahre 1963 der Fall. In besagtem Winter gefroren auch andere Seen in der Schweiz, so zum Beispiel der Bieler- oder der Zürichsee.

Kommentare

User #4910 (nicht angemeldet)

Jaja und die neue Gletscherzeit bricht auch an!

User #3340 (nicht angemeldet)

Hat dort sicher auch einige Klimakleber drauf!

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