Getestet: Mona Vetsch (50) ist biologisch schon 56

Luca Micheli
Luca Micheli

Frauenfeld,

Im Rahmen eines Longevity-Programms liess Mona Vetsch ihr biologisches Alter untersuchen. Mit dem Ergebnis hat die 50-Jährige nicht gerechnet ...

Mona Vetsch
Mona Vetsch geht dem Longevity-Trend auf die Spur. - SRF / Oscar Alessio

Das Wichtigste in Kürze

  • Mona Vetsch hat Untersuchungen zufolge ein biologisches Alter von 56 Jahren.
  • Die Zahl liess die 50-Jährige offenbar «frustriert und nachdenklich» zurück.
  • Nun setzt die Moderatorin auf Entschleunigung im Alltag.

Longevity hat sich in den letzten Jahren zu einem Milliarden-Geschäftsmodell entwickelt. Immer mehr Menschen wollen möglichst lange möglichst gesund leben. Dafür krempeln sie ihren Lifestyle radikal um und blättern oftmals viel Geld hin.

Im aktuellen SRF-«Dok» nimmt Mona Vetsch (50) mit ihrem Kollegen Yves Bossart (43, «Sternstunde Philosophie») den gesellschaftlichen Trend zur Verlängerung der Lebenszeit unter die Lupe. Die beiden lassen sich in Kliniken testen und verfolgen ein knappes Jahr ein Longevity-Programm.

Mona Vetsch
Die Longevity-Reportage mit Mona Vetsch und Yves Bossart ist am Donnerstagabend bei SRF zu sehen. - SRF

Bestandteil der Untersuchungen ist auch die Ermittlung des biologischen Alters. Dieses beschreibt den tatsächlichen Alterungszustand des Körpers auf zellulärer und funktioneller Ebene. Doch mit dem Ergebnis hat die Moderatorin nicht gerechnet.

«Frustriert und nachdenklich» über biologisches Alter

Im Interview mit der «Aargauer Zeitung» verrät Vetsch: Ihr biologisches Alter wurde auf 56 gemessen – sechs Jahre über ihrem wirklichen Alter!

Die SRF-Frau traute ihren Augen nicht: «Da dachte ich schon: Oh, das ist viel! Es hat mich irritiert.»

Denn: «Bis dahin hatte ich noch nie von diesem Konzept des biologischen Alters gehört. Ich dachte einfach, ich sei so alt, wie ich eben bin. Aber Alter hat offenbar auch mit ‹Abnützung› zu tun.»

Mona Vetsch
Untersuchungen ergaben: Mona Vetsch hat ein biologisches Alter von 56 Jahren. - SRF / Oscar Alessio

Das Resultat habe die 50-Jährige «frustriert und nachdenklich» zurückgelassen. «Denn ich dachte, ich lebe bereits gesund. Ich habe nie geraucht, trinke keinen Alkohol, schlafe gut, bewege mich.»

Auch die ärztlichen Befunde ergaben: Mona leidet unter keinen Erkrankungen, zudem bringe sie genetisch gute Voraussetzungen mit.

Stresspegel zu hoch

Bei Longevity liegt der Fokus allerdings auf der Prognose. Wie lebt man möglichst lange gesund?

Vetsch gesteht, dass insbesondere beim Faktor Stress Verbesserungspotenzial bestehe. «Ich laufe ständig auf Hochtouren. Ich bin chronisch im Schuss, habe keinen stabilen Rhythmus, arbeite sehr unregelmässig und gönne mir zu wenig echte Ruhepausen.»

Mona Vetsch
Zeit für Entspannung fand die Moderatorin in ihrem Alltag bisher nur selten. - SRF

Immer aktiv zu sein, nimmt die Thurgauerin zwar als «etwas Positives» wahr, doch Messungen der Herzfrequenz zeigten offenbar rote Zahlen. Die Moderatorin nahm sich deshalb vor, mehr Erholung in ihren Alltag einzubauen.

Ob das geklappt hat? «Sagen wir so: Es ist mir halb gelungen.»

Was hältst du vom Longevity-Trend?

Mehr Erfolg hat Vetsch bei Meditation und Atemübungen, die zu einem festen Element in ihrem Leben geworden sind. «Dinge, von denen ich immer dachte, sie lägen mir nicht. Aber sie tun mir gut. Meditation hilft, weniger selbst verurteilend zu sein», erklärt das Fernsehgesicht.

Mona Vetsch
Die Thurgauerin setzt seit dem Longevity-Programm auf Meditation und verbesserte Ernährung. - SRF

Auch im Bereich Ernährung hat seit dem einjährigen Longevity-Programm ein Umdenken stattgefunden. Um den Blutzuckerspiegel stabil zu halten, greift Mona jetzt zu Nüssen statt zu Schokolade. «Das hat meinen Alltag merklich verbessert: Ich bin konzentrierter und brauche nicht nach einer Stunde schon wieder etwas Süsses.»

«Denke nicht darüber nach, wie alt ich werden möchte»

Mit speziellen Behandlungen, die ein längeres Leben versprechen, kann Vetsch wenig anfangen. Viele Wirkungen seien wissenschaftlich bisher nur bei Mäusen oder Fadenwürmern belegt, erklärt sie. «Zudem sehe ich die Gefahr, dass Gesundheit zur moralischen Pflicht wird: Man kriegt eine Zahl, und plötzlich fühlt man sich schuldig, wenn man nicht alles tut, um sie zu verbessern.»

Mona Vetsch
Vetsch konzentriert sich auf Lebensqualität statt auf konkrete Alterszahlen. - Instagram / @mona_vetsch

In einem solchen «Dauerprojekt» sieht die 50-Jährige mehr Stress als Lebensqualität. Beim Altwerden gehe es nicht um Eitelkeit. Sondern darum, Selbstständigkeit und Lebensqualität möglichst lange zu bewahren, so Vetsch.

Ohnehin legt sie beim Blick in die Zukunft keinen Wert auf konkrete Zahlen: «Ich denke nicht darüber nach, wie alt ich werden möchte, sondern wie ich alt werden möchte. Mit welcher Einstellung. Was ich brauche, um Freude zu empfinden, und was ich dafür tun kann.»

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Kommentare

User #3892 (nicht angemeldet)

Susanne Wille hat mit ihren über 500'000 Franken Salär das bessere Longevity

User #2197 (nicht angemeldet)

Vielleicht weniger in der Welt umher Fliegen, das "Schlaucht" auch. Die Sendung absetzten wäre eine super Lösung!

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