Mit Affenpocken-App Ausschlag analysieren

DPA
DPA

Deutschland,

Könnte es sich bei meinem Hautausschlag um Affenpocken handeln? Auch wenn die Virusinfektion selten ist, sind viele Menschen verunsichert. Eine App der Berliner Charité verspricht Hilfe.

Wer die PoxApp aufruft, wird zuerst anhand von Bildern gefragt, ob die eigenen Hautveränderungen so ähnlich aussehen.
Wer die PoxApp aufruft, wird zuerst anhand von Bildern gefragt, ob die eigenen Hautveränderungen so ähnlich aussehen. - Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Das Wichtigste in Kürze

  • Sind das vielleicht Affenpocken? Wer auffällige Flecken und Pusteln auf der Haut hat, mag sich diese Frage stellen.

Eine erste Einschätzung können sich Betroffene mithilfe der PoxApp von der Berliner Charité holen.

Wer die Internetseite aufruft, wird zuerst anhand von Beispielbildern nach seinem Hautausschlag gefragt. Danach gibt es die Möglichkeit, direkt mit dem Smartphone ein Bild von den eigenen Pusteln aufzunehmen.

App schätzt ein und berät

Die App wertet die Antworten und das Foto aus. Die Daten bleiben laut dem Berlin Institute of Health in der Charité (BIH) auf dem Smartphone und der Nutzer anonym. Innerhalb von wenigen Minuten kommt eine personalisierte Risikobewertung samt Empfehlung, was als Nächstes zu tun ist.

Um einzuschätzen, wie wahrscheinlich eine Infektion mit Affenpocken ist, wurde die Künstliche Intelligenz der App mit Tausenden Haut-Bildern trainiert und getestet. Sie könnte helfen, eine Infektion früh zu erkennen und so zu verhindern, dass weitere Personen angesteckt werden.

Übertragung durch engen Kontakt

Auch wenn nur wenige Menschen an den Affenpocken sterben, verursachen sie nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) doch teilweise starke Schmerzen und es können Narben zurückbleiben.

Das Virus wird vor allem durch engen Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen. Schwangere können es an ihr ungeborenes Kind oder bei der Geburt weitergeben.

Neun von zehn Erkrankten haben Pusteln

Erkrankte können Fieber haben sowie Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen und geschwollene Lymphknoten. Über 90 Prozent der Patienten haben die typischen Flecken und Pusteln, die mit der Zeit verkrusten und abfallen. Sie sind etwa zwei bis vier Wochen vorhanden und heilen von selbst ab.

Der Ausschlag tritt vor allem an Gesicht, Handflächen und Fusssohlen auf. Es sind aber auch Haut- und Schleimhautveränderungen an Mund, Genitalien und Augen möglich.

Mehr zum Thema:

Weiterlesen

Zugersee
198 Interaktionen
Zug und Co.
Noah Okafor WM 2026
23 Interaktionen
Noch kein WM-Einsatz

MEHR IN NEWS

Ukraine Selenskyj
8 Interaktionen
Kiew
Wladimir Putin
10 Interaktionen
Moskau

MEHR AUS DEUTSCHLAND

Spital Lüdenscheid
In Parkhaus gefunden
Bill Tom Kaulitz
89 Interaktionen
Ansage
Alice Schwarzer
46 Interaktionen
Interview
12 Interaktionen
Offenbach/Kubschütz