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    Missbrauch, Folter, Tod: UN stellt russische Kriegsverbrechen fest

    Keystone-SDA
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    Genève,

    Russische Soldaten haben in der Ukraine Kriegsverbrechen begangen. Eine UN-Untersuchungskommission hat Entsprechendes festgestellt.

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    Beamte exhumieren die erste von zwei Leichen aus einem Grab als Teil einer Untersuchung von Kriegsverbrechen in dem ukrainischen Dorf Hrakowe. - David Ryder/ZUMA Press Wire/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Eine UN-Untersuchungskommission stellt russische Kriegsverbrechen fest.
    • Opfer seien vor ihrem Tod gefangen und gefesselt worden.
    • Zu den Foltermethoden gehörten Schläge und Elektroschocks.

    Eine UN-Untersuchungskommission hat eigenen Angaben zufolge verschiedene russische Kriegsverbrechen in der Ukraine festgestellt. Die Experten haben unter anderem sexuelle und geschlechtsbezogene Gewalttaten mancher russischer Soldaten dokumentiert, wie der Kommissionsvorsitzende Erik Møse am Freitag in einem ersten mündlichen Zwischenbericht erklärte. Die Opfer dieser Verbrechen seien zwischen 4 und 82 Jahre alt, sagte er im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen in Genf.

    Die Untersuchung der Menschenrechtsexperten konzentrierte sich vorerst auf die Anfangsphase der Invasion im Februar und März und auf die Regionen Kiew, Tschernihiw, Charkiw und Sumy. Bei Besuchen an diesen Kriegsschauplätzen fiel der Kommission eine hohe Zahl an Exekutionen auf. Opfer seien oft vor ihrem Tod festgenommen und gefesselt worden, Tote wiesen Schusswunden in den Köpfen und aufgeschlitzte Kehlen auf. Derzeit liefen Untersuchungen in 16 Orten, hiess es weiter in dem Bericht, der keine Opferzahl nannte.

    «Zeugen haben übereinstimmend über Folter und Misshandlungen während rechtswidriger Gefangenschaft berichtet», berichtete Møse. Manche Opfer sagten demnach aus, dass sie nach Russland gebracht und dort wochenlang festgehalten wurden. Zu den Foltermethoden gehörten Schläge und Elektroschocks. Die Kommission dokumentierte auch zwei Fälle, in denen russische Soldaten von ukrainischen Einheiten misshandelt wurden.

    «Aufgrund der gesammelten Beweise kommt die Kommission zu dem Schluss, dass Kriegsverbrechen in der Ukraine begangen worden sind», sagte Møse. Der ehemalige Präsident des Völkermord-Tribunals für Ruanda und sein Team wollen ihren Abschlussbericht im März 2023 vorlegen.

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