Polens Innenminister Mariusz Kaminski hat sich bei seinem deutschen Amtskollegen Horst Seehofer (CSU) für die angebotene engere Zusammenarbeit an der deutsch-polnischen Grenze bedankt. Hintergrund ist die gestiegene Zahl illegaler Einreisen über Belarus. «Polnische und deutsche Sicherheitskräfte arbeiten seit vielen Jahren zusammen», hiess es in dem Schreiben, das Kaminski am Donnerstag auf Twitter veröffentlichte. Nur ein entschiedener Vorstoss gegen den Menschenschmuggel könne die Situation an der Grenze ändern.
Ein polnischer Polizist und Grenzschutzbeamte an der polnisch-belarussischen Grenze. Foto: Artur Reszko/PAP/dpa
Ein polnischer Polizist und Grenzschutzbeamte an der polnisch-belarussischen Grenze. Foto: Artur Reszko/PAP/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Seehofer hatte Kaminski zuletzt gemeinsame Streifen deutscher und polnischer Grenzschützer vorgeschlagen, und zwar vorwiegend auf polnischer Seite, um die illegale Einreise nach Deutschland zu verhindern.

Auf dieses Angebot ging Kaminski jedoch nicht ein und machte auch keine konkreten Zusagen, etwa über einen möglichen personellen Umfang. In seinem Schreiben verwies er auf die bereits bestehende «fruchtbare Zusammenarbeit» gemeinsamer Patrouillen deutscher Bundespolizisten und polnischer Grenzschützer in Pomellen, Ludwigsdorf, dem Raum um Frankfurt (Oder) und dem polnischen Swiecko.

Die Sicherheit der deutschen und polnischen Bürger stelle eine absolute Priorität des gemeinsamen Handelns dar, schrieb Kaminski weiter. «Deshalb biete ich Ihnen die volle Unterstützung und Hilfe der polnischen Polizei und aller mir unterstehenden Geheimdienste im Kampf mit diesen Verbrechergruppen an.» Polen sei bereit, die deutsche Seite mit detaillierten Erkenntnissen seiner Behörden zu versorgen.

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