Der französische Reifenhersteller Michelin plant einen grossen Stellenabbau über mehrere Jahre. Heuer sollen bereits 530 gestrichen werden.
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Der Reifenhersteller Michelin will bis zu 2300 Stellen streichen. (Archiv) - sda - KEYSTONE/AP/PATRICK GARDIN

Das Wichtigste in Kürze

  • Michelin will in Frankreich über die nächsten drei Jahren hinweg 2300 Stellen streichen.
  • Alleine in diesem Jahr werden 530 Stellen in französischen Standorten abgebaut.
  • Der Reifenhersteller will aber auch Jobs schaffen, versichert er.

Bis zu 2300 Stellen will der französische Reifenhersteller Michelin in Frankreich in den kommenden drei Jahren streichen. Dabei sollen nahezu 60 Prozent des geplanten Abbaus über freiwillige Vorruhestandsmöglichkeiten erreicht werden, der Rest über Abfindungsregelungen. Diesen Plan gab das Unternehmen bereits im Januar bekannt.

Im ersten Jahr des Plans, 2021, sollen nun bereits 530 Stellen gestrichen werden, wie die AFP berichtet. Zudem rechne man mit 670 Pensionierungen, so das Management am Mittwoch. Vom Abbau betroffen seien vor allem die Standorte Clermont-Ferrand, Cholet, Montceau-les-Mines und Troyes.

Michelin plant 670 Pensionierungen und bietet 146 vertragliche Kündigungen. Das Abkommen werde zusammen mit Gewerkschaften ausgearbeitet.

Michelin will neue Stellen schaffen

Zudem wolle der Reifenproduzent 200 neue Arbeitsplätze schaffen und zwischen 250 und 270 neue Mitarbeitende anstellen. Laut dem HRD France, Jean-Paul Chiocchetti, müsse man das Wachstum in neuen Bereichen wie Wasserstoff und Recycling unterstützen.

Das Abkommen erhalte auch eine Komponente für verbleibende Mitarbeiter, unter anderem Gehaltserhöhungen, Schulungen und Garantien für die interne Mobilität.

Für Michelin arbeiten in Frankreich nach eigenen Angaben über 20'000 Menschen. Weltweit belaufe sich die Mitarbeiterzahl auf rund 127'000 verteilt auf 170 Länder.