Mehrere tausend Intensivbetten weniger seit Jahresbeginn

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    Deutschland,

    Laut Medizinern sind in Deutschland etwa 4000 Intensivbetten verloren gegangen. Grund: Viele Pflegekräfte haben ihren Beruf beendet oder ihre Arbeitszeit reduziert. Was passiert, wenn die Corona-Zahlen weiter steigen?

    Ein an Covid-19 erkrankter Patient in einem Zimmer des besonders geschützten Teils einer Intensivstation. Foto: Jens Büttner/dpa
    Ein an Covid-19 erkrankter Patient in einem Zimmer des besonders geschützten Teils einer Intensivstation. Foto: Jens Büttner/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Deutschland hat seit Jahresbeginn nach Angaben von Medizinern etwa 4000 Intensivbetten verloren.

    Grund dafür sei, dass viele Pflegekräfte wegen der Belastungen ihren Beruf beendet oder ihre Arbeitszeit reduziert hätten, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, bei «MDR Aktuell». Man werde zwar alle Covid-19-Patienten versorgen können. «Aber wenn die Zahlen wieder deutlich nach oben gehen, werden wir wieder Operationen absagen. Das ist natürlich nicht das, was wir wollen.»

    Mit etwa 1600 Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen sei die Lage derzeit bewältigbar, sagte Marx weiter. Man wisse aber, dass sich das Virus im Herbst und Winter wieder ausbreiten wird. Entsprechend rechne man mit einer Zunahme im Winter. «Das macht uns schon Sorge.» Bereits am Donnerstag hatte die Divi mitgeteilt, derzeit seien 22.207 Intensivbetten als betreibbar gemeldet, zu Jahresbeginn seien es 26 475 gewesen.

    Mit Blick auf das von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) angepeilte Auslaufen der Corona-Notlage in Deutschland sagte Marx: «Es gibt schon ein hohes Risiko, dass die Geschwindigkeit der Infektionen sich deutlich erhöhen kann.» Daher brauche es auf jeden Fall entsprechende Massnahmen. Diese müssten politisch entschieden werden. Die wichtigsten Massnahmen, die die Bürger umsetzen könnten, seien nach wie vor «Impfen, Abstand, Hygieneregeln».

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