Mehr Geld für Beschäftigte in Fastfood-Restaurants

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    Drei Verhandlungsrunden und eine zweitägige Schlichtung brauchten die Tarifpartner in der Systemgastronomie für einen Abschluss. Nun bekommen Mitarbeiter von McDonalds, Burger King und Co. kräftige Gehaltsaufschläge.

    Die Beschäftigten in Fastfood-Restaurants bekommen mehr Geld. Foto: Peter Kneffel/dpa/Archiv
    Die Beschäftigten in Fastfood-Restaurants bekommen mehr Geld. Foto: Peter Kneffel/dpa/Archiv - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die rund 120.000 Beschäftigten der Systemgastronomie in Deutschland bekommen mehr Geld.

    Ab dem 1. Juli steigen die Löhne bei McDonalds, Burger King und Co. in mehreren Schritten um 27,7 Prozent, wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) am Dienstag nach erfolgreicher Schlichtung mitteilte. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis 30. Juni 2024, wie der Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) bestätigte. Die letzte Erhöhung erfolgt am 1. Dezember 2023.

    «Die Verhandlungen waren hart und intensiv», sagte der Schlichter Harald Wanhöfer, Präsident des Landesarbeitsgerichts Bayern. «Jede Seite musste deutliche Zugeständnisse machen und Kompromisse eingehen, um hier zu einem Abschluss zu kommen.»

    Mit der aktuellen Vereinbarung werden die von der Gewerkschaft ursprünglich geforderten 12 Euro pro Stunde für die niedrigste Tarifgruppe nicht ganz erreicht. Dort steigt der Lohn von derzeit 9,35 Euro je Stunde, was dem gesetzlichen Mindestlohn entspricht, über die Zeit nur auf 11,80 Euro. In der Tarifgruppe 2, die laut Gewerkschaft spätestens nach einem Jahr erreicht wird, sind es 12 Euro am Ende.

    «Die vereinbarten überdurchschnittlichen Lohnerhöhungen haben es der Tarifkommission nicht möglich gemacht, dieses Ergebnis abzulehnen», sagte der Verhandlungsführer der NGG, Freddy Adjan. «Dieser Tarifvertrag ist ein Schritt in die richtige Richtung raus aus dem Niedriglohnbereich.»

    Laut BdS entspricht der Tarifvertrag durchschnittlichen jährlichen Lohnsteigerungen von rund fünf Prozent. BdS-Präsidentin Sandra Mühlhause sprach von einem guten Ergebnis. «Jetzt haben wir Planungssicherheit für die kommenden Jahre. Das ist entscheidend.»

    Wanhöfer war als Schlichter angerufen worden, nachdem Arbeitgeber und Gewerkschaft in drei Verhandlungsrunden nicht zu einem Ergebnis gekommen waren. Auch die Schlichtung zog sich einen Tag länger hin als zunächst geplant. Die Arbeitgeber hätten angesichts des neuartigen Coronavirus zunächst nur einen Tarifvertrag über 90 Tage schliessen wollen, sagte Adjan. Der BdS erklärte, man habe verschiedene Szenarien durchgesprochen, jetzt stehe der für beide Seiten tragfähige Abschluss im Vordergrund.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Campingfeuer Bella Italia
    3 Interaktionen
    «Fire!»
    Dealer
    14 Interaktionen
    Zu lange Knast

    MEHR IN NEWS

    Man muss die Eltern kritisieren, nicht die Kinder!
    40 Interaktionen
    Schweigepfad-Lärm
    Flydubai
    1 Interaktionen
    Flydubai-Drama
    Ostschweizer Kantonsrat will heimliche Kameras auf Nase stoppen
    4 Interaktionen
    Smart Glasses
    Tierpark Bern Artenschutz
    Tierpark Bern

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    Oktoberfest 2026
    Rekord
    Oktoberfest
    Tragischer Unfall
    schokolade
    241 Interaktionen
    Wie geht das?
    Merz weidel
    121 Interaktionen
    Neue Umfrage