Über hundert Menschen in zwei Booten mussten im Ärmelkanal gerettet werden. In diesem Jahr riskieren mehr Leute als üblich die gefährliche Überfahrt.
Ärmelkanal
Migranten sitzen auf einem Schiff der Küstenwache. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Über 100 Personen sind am Samstag im Ärmelkanal in Seenot geraten.
  • Die Küstenwache konnte die Migranten mit Booten und Helikoptern retten.
  • Die Überfahrt nach England ist wegen der Strömung und des Schiffverkehrs gefährlich.

Mehr als hundert Migranten sind am Samstag im Ärmelkanal aus Seenot gerettet worden. Nach Behördenangaben geriet zunächst ein Boot mit 38 Menschen an Bord nahe Boulogne-sur-Mer in Not. Weitere 64 Menschen wurden durch die Besatzung eines Patrouillenbootes der Küstenwache sowie durch einen Schleppkahn nahe Hardelot gerettet. Alle Geretteten seien in Sicherheit, hiess es.

Die Zahl der Versuche, von Frankreich aus illegal den Ärmelkanal zu überqueren, ist in den vergangenen zwei Jahren stark gestiegen.

Zwischen Anfang Januar und Ende Juli versuchten nach Statistiken der französischen Behörden mehr als 12'000 Menschen die Überfahrt. Dies sind fast dreimal so viele wie in der Vorjahresperiode. Die Überfahrt ist aufgrund des starken Schiffsverkehrs und tückischer Strömungen riskant, oft sind die Boote der Flüchtlinge nicht seetauglich.