Mattel stellt erstmals Barbie mit Autismus vor
Mattel erweitert die Fashionistas-Reihe um eine Barbie mit Autismus, die realistische Erfahrungen und Selbstbewusstsein vermittelt.

Der Spielzeugmacher Mattel hat sechs Monate nach der Typ-1-Diabetes-Puppe die erste Barbie mit Autismus vorgestellt. Die Entwicklung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der US-Organisation «Autistic Self Advocacy Network» («ASAN»), berichtet «heute.at».
Das Projekt dauerte 18 Monate und involvierte Betroffene direkt. Die Puppe spiegelt typische Autismus-Erfahrungen realistisch wider.
Sie gehört zur umfangreichen «Fashionistas»-Reihe mit über 175 verschiedenen Varianten. Sie baut auf früheren Modellen mit Down-Syndrom und Blindheit auf, so «heute.at».
Autismus-Barbie mit realistischen Details
Die Autismus-Barbie verfügt über beweglichere Arme für stimming-ähnliche Bewegungen. Ihr Blick geht leicht zur Seite statt direkten Augenkontakts, wie die «Rheinische Post» berichtet.
Sie hält einen pinken Fidget Spinner zur Selbstberuhigung in der Hand. Kopfhörer schützen vor Lärm und ein Tablet zeigt Symbolkommunikation.

Mattel-Vize Jamie Cygielman betont die Identifikationsmöglichkeit, schreibt «heute.at». Jedes Kind soll sich in den verschiedenen Barbie-Figuren wiederfinden.
Stärke und Vielfalt für Kinder
ASAN-Gründer Colin Killick lobt die positive Darstellung. Die Puppe vermittelt Stärke und Selbstbewusstsein.
Die Autismusszene reagiert mehrheitlich begeistert auf die neue Puppe. Sie repräsentiert Vielfalt ohne Betonung von Einschränkungen, wie «Behindertenrat.at» zusammenfasst.
Wie die «Rheinische Post» schreibt, will Mattel über 1000 Exemplare an Kinderkliniken weltweit spenden. Betroffene Kinder erhalten dadurch ein starkes Zugehörigkeitsgefühl.
Vielfalt beim Spielen unterstützt soziale Fähigkeiten
Die Inklusionsreihe entwickelt sich seit Jahren kontinuierlich weiter. 2023 debütierte die erste Down-Syndrom-Barbie erfolgreich, wie auf der Seite des Herstellers Mattel zu lesen ist.
Eine Studie der Cardiff University untersuchte Puppenspiel bei Kindern. Sie zeigt, dass solches Spiel Empathie steigert, insbesondere bei neurodivergenten Kindern, steht in der Pressemitteilung von Mattel.
Forscher testeten Gruppen mit und ohne neurodivergente Puppen. Neurotypische Kinder entwickelten dadurch mehr Verständnis für Unterschiede.
Mattel plant weitere inklusive Puppen für globale Vielfalt
Die Puppe lädt Kinder ein, sich in Barbie wiederzufinden. Sie soll Selbstbewusstsein stärken und fantasievolles Spiel anregen, wie der Hersteller mitteilt.
Mattel kündigte weitere Diversitätsmodelle für die Zukunft an. Die Strategie zielt auf umfassende globale Repräsentation ab.
Die Puppe liegt ab sofort im Fachhandel vor, schreibt «Behindertenrat.at». Sie bereichert die beliebte Fashionistas-Kollektion nachhaltig.
















