Sechs Personen starben nach einem Gletscherbruch in den Dolomiten. Die Suche nach weiteren Opfern musste unterbrochen werden.
Dolomiten
Dolomiten in Norditalien (Symbolbild) - Pixabay
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Das Wichtigste in Kürze

  • Am Marmolata in den Dolomiten kam es zu einem Gletscherbruch.
  • Die Zahl der Todesopfer ist mittlerweile auf sechs gestiegen.

Bei einem massiven Gletscherbruch in Norditalien sind mindestens sechs Menschen getötet und acht weitere zum Teil schwer verletzt worden. Das gab die Rettungsleitstelle der Region Venetien nach dem Unglück am Sonntag bekannt. Über die Nationalität der Opfer wurde zunächst nichts bekannt.

Suche nach weiteren Opfern unterbrochen

Nach weiteren Bergsteigern unter den Eis-, Schnee- und Felsmassen wurde am Nachmittag unter anderem mit fünf Helikoptern und mehreren Hundestaffeln gesucht. Jedoch musste die Suche wegen der Gefahr von neuen Gletscherstürzen unterbrochen werden.

Wie die Einsatzkräfte am Sonntagabend mitteilten, wurden die Bergretter von der Flanke des Berges Marmolata abgezogen. Zunächst müsse geklärt werden, wie sicher die Lage für die Helfer sei. Die Helikopter waren indes weiter im Einsatz. Der gesamte Gletscher wurde gesperrt.

Am Bergmassiv Marmolata hatte sich ein grosser Gletscherbrocken gelöst und war zu Tal gestürzt. Dabei wurde auch der normale Aufstiegsweg auf den 3343 Meter hohen Berg getroffen, auf dem sich gerade mehrere Seilschaften befanden; zwei davon wurden getroffen.

Hohe Temperaturen Ursache des Unglücks?

Zur Ursache des Unglücks gab es zunächst keine offiziellen Angaben - allerdings deutet alles darauf hin, dass die hohen Temperaturen der vergangenen Tage, Wochen und Monaten eine Rolle spielen dürften. Erst am Samstag wurde nach Medienberichten auf dem Gipfel des Berges ein Rekordwert von zehn Grad gemessen.

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