Banksy

    Mann wollte Banksy-Werk zerstören: Richter zeigt Verständnis

    Keystone-SDA
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    Grossbritannien,

    Ein Mann in Wales, der ein Werk des mysteriösen Streetart-Künstlers Banksy mit weisser Farbe übersprühen wollte, ist zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.

    Banksy Werke
    Ein Ölgemälde des Streetart-Künstlers Banksy kommt Anfang März bei Sotheby's in London unter den Hammer. (Archivbild) - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Hintergrund für die versuchte Tat soll Wut darüber gewesen sein, dass das Graffito im Wert von 500 000 Pfund (rund 620 000 Franken) nicht wie geplant in Wales ausgestellt, sondern nach England gebracht werden sollte.

    Wie die BBC berichtete, hatte der 42-Jährige im vergangenen November versucht, gewaltsam in ein Gebäude in der Stadt Port Talbot einzudringen. Dabei soll er gerufen haben: «Es ist für uns. Sie nehmen es weg, ein reicher Mann hat es.» Wegen Einbruchs und Sachbeschädigung wurde er nun zu einer Bewährungsstrafe von 14 Monaten verurteilt. Zudem muss er umgerechnet rund 1200 Franken an Schadenersatz zahlen sowie für zwölf Wochen eine elektronische Fussfessel tragen.

    Der Richter hatte jedoch teilweise Verständnis für die Motive des Mannes gezeigt. «Es kann gut sein, dass es nicht in Banksys Sinn war, dass das Gemälde Port Talbot je verlassen sollte», sagte der Richter dem BBC-Bericht vom Dienstag zufolge. Er sei sich auch darüber bewusst, dass die Entscheidung, es zu entfernen, zu Unmut geführt habe. Trotzdem bezeichnete er die Reaktion des Mannes, das Werk zu zerstören, als «bizarr».

    Das Werk mit dem Titel «Season's Greetings» («Frohe Festtage») tauchte im Jahr 2018 an einer Garagenmauer in der Industriestadt Port Talbot auf. Es zeigt einen kleinen Jungen in Winterkleidung, der mit seiner Zunge vermeintlichen Schnee auffängt - um die Ecke ist jedoch eine brennende Mülltonne zu sehen, die den Schnee als Aschepartikel entlarvt. Der Garagenbesitzer hatte das Werk an einen Banksy-Fan aus London verkauft. Der wollte es zunächst dauerhaft in Port Talbot ausstellen, entschied sich aber letztlich anders.

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