MAN vereinbart Sozialplan zum Stellenabbau in Deutschland

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    Sie wollen eine «konsequente Neuausrichtung»: Lastwagenbauer MAN hat den Abbau von 3500 Stellen angekündigt. Kündigungen seien jedoch nur mit Zustimmung der IG-Metall möglich.

    Das Logo des Lastwagenbauers MAN steht am Werk in Nürnberg an einer Säule. Foto: Daniel Karmann/dpa
    Das Logo des Lastwagenbauers MAN steht am Werk in Nürnberg an einer Säule. Foto: Daniel Karmann/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Lastwagenbauer MAN hat mit dem Betriebsrat und der IG Metall einen Sozialplan für den Abbau von 3500 Stellen in Deutschland vereinbart.

    Betriebsbedingte Kündigungen seien bis 2026 nur mit Zustimmung der IG Metall möglich, teilte die VW-Konzerntochter in München mit. Nun sei «der Weg frei für eine umfassende und konsequente Neuausrichtung».

    MAN will seine Lastwagen und Busse in den nächsten Jahren auf Elektroantrieb umstellen. Vorstandschef Andreas Tostmann sagte, die Einigung helfe, das Ergebnis um bis zu 1,7 Milliarden Euro zu verbessern. So könne MAN mehr in Zukunftstechnik investieren.

    Der Abbau der 3500 Arbeitsplätze in Deutschland soll über Altersteilzeit, das Auslaufen befristeter Arbeitsverträge, den Abbau von Stellen für Leiharbeitnehmer, über freiwillige Abfindungen und Wechsel im VW-Konzern erfolgen. München soll Firmenzentrale, Entwicklungszentrum und Hauptproduktionswerk für Lkw mit Fahrerhausausstattung und Montage bleiben. Teile der Lkw-Fertigung würden nach Krakau, Bus-Tests nach Ankara verlagert. Ende nächsten Jahres sollen in München noch 7500 unbefristete Stammmitarbeiter beschäftigt sein.

    Der Standort Nürnberg entwickele Elektroantriebe und sei Leitwerk für den Bau von Elektro- und Dieselantriebe. Ende 2022 sollen in Nürnberg 3100 Stammmitarbeiter unbefristet beschäftigt sein. Salzgitter bleibe ein Standort für die Logistik und die Montage von Achsen. Ausserdem übernehme Salzgitter Logistikaufgaben aus dem österreichischen Werk Steyr und übergebe im Gegenzug Arbeiten nach Polen und in die Slowakei. Ende 2022 sollen in Salzgitter 1900 Stammmitarbeiter beschäftigt sein.

    Auf der Kippe steht weiterhin das Lkw-Werk Steyr mit annähernd 2000 Beschäftigten. Es gebe «konstruktive Gespräche bezüglich einer Übernahme des Standorts als Alternative zu einer Schliessung» Ende 2023, teilte MAN mit. Der ehemalige Magna-Chef Siegfried Wolf möchte das Werk übernehmen, ein Drittel der Stellen abbauen und die Löhne kürzen.

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