Das EU-Land Malta befindet sich neu auf einer Beobachtungsliste für Finanzkriminalität. Zu diesem Schritt hat sich die Financial Action Task Force entschieden.
Malta
Ein Regierungsgebäude in Valletta, Malta. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Financial Action Task Force hat Malta auf eine Liste für Finanzstraftaten gesetzt.
  • Maltas Regierungschef findet die Entscheidung der Institution ungerecht.
  • Nun wird das EU-Land stärker von der FATF überwacht und es muss Massnahmen präsentieren.

Eine internationale Institution zur Bekämpfung von Geldwäsche hat Malta auf eine Beobachtungsliste für Finanzstraftaten gesetzt. Dazu entschied sich die in Paris beheimatete Financial Action Task Force (FATF) trotz des Versuchs der Regierung, die Entscheidung abzuwenden. Das berichtete die Zeitung «Times of Malta» am Mittwoch.

Entscheid laut Regierungschef ungerecht

Regierungschef Robert Abela bestätigte die Entscheidung und bezeichnete sie als «ungerecht». Auf die meisten Bedenken, die die Gutachter äusserten, sei man bereits eingegangen. Malta wolle mit seinem Reformprogramm weiter fortfahren, sagte Abela.

Malta Robert Abela
Maltas Premierminister Robert Abela. - Keystone

«Wir werden unseren Austausch intensivieren, um Maltas Erfolge besser zu erklären. Wir wollen versichern, dass sie von der internationalen Gemeinschaft beachtet und verstanden werden». Malta würde sich im Kampf gegen Finanzkriminalität nie unkooperativ zeigen oder sich dagegen versperren, sicherte er den internationalen Partnern zu.

Malta nun stärker unter Beobachtung

Für Malta bedeutet die Aufnahme auf die graue Liste, dass das EU-Land verstärkt von der FATF überwacht wird. Es muss einen Massnahmenplan vorlegen, wie es die Mängel im Rahmen der Finanzkriminalität beheben will. Das Land wurde bereits wegen seines Programms für die sogenannten goldenen Pässe verstärkt auf Finanzkriminalität überprüft.

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