Barbara Baumgartner (43) findet ein Mädchen (2) alleine auf der Strasse. Sie bringt das Kind den Eltern zurück – und wird als Dank von ihnen angeschnauzt.
Österreich
In Österreich ist am Samstagabend ein Kind (2) von zuhause weggelaufen. (Symbolbild) - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Zwei Frauen suchen in Kemten (Ö) nach den Eltern eines ausgebüxten Mädchens (2).
  • Nach langer Suche werden sie fündig – und werden vom Vater des Kindes kritisiert.
  • Die örtlichen Behörden untersuchen den Fall.

Barbara Baumgartner (43) staunte nicht schlecht, als am Samstag plötzlich eine Radfahrerin mit einem kleinen Kind (2) bei ihr auftauchte.

«Mitten auf der Fahrbahn»

Die Österreicherin sass dabei gerade auf der Terrasse. Das Mädchen irrte zuvor alleine auf einer Landstrasse umher. Ausgestattet mit Schwimmflügeln und rosa Kleidchen.

«Normalerweise ist die Strasse stark befahren – und die Kleine war mitten auf der Fahrbahn unterwegs.» Das sagte Baumgartner gegenüber der «Kronen Zeitung».

Zusammen mit der Radfahrerin habe sie versucht, die Eltern ausfindig zu machen. Allerdings zunächst vergebens.

Barbara Baumgartner
Barbara Baumgartner wird im Netz als Retterin gefeiert. - facebook/heute

Das Mädchen deutete bei Fragen lediglich in verschiedene Richtungen. «Sie war gar nicht panisch oder weinerlich, sondern ruhig und zutraulich. Gesprochen hat sie aber nichts.»

Baumgartner ahnte, woher die Kleine stammen könnte. Und läutete beim Mehrfamilienhaus von nebenan.

Allerdings erhielt sie keine Antwort. Und so verständigten die beiden Frauen schliesslich die Polizei.

Fehlen der Tochter nicht bemerkt

Nach einer Viertelstunde sei dann der Vater aufgetaucht. «Als wir dem Mann gesagt hatten, dass auch die Polizei kommt, hat er uns angeschnauzt», so die Retterin weiter. Anerkennung und Dankbarkeit klingt anders.

Polizei Österreich
Die örtliche Polizei hat bereits Ermittlungen aufgenommen. (Symbolbild) - keystone

Später kam dann auch die Mutter hinzu. «Sie erklärte uns, dass beide das Fehlen der Kleinen noch nicht bemerkt hatten.»

Angeblich, weil die Mama in der Küche und der Lebensgefährte im Wohnzimmer war, glaubten sie das Kind beim jeweils anderen. Der Vorfall wird nun von den Behörden untersucht.

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