Russland werden Angriffe auf Zivilisten vorgeworfen. Emmanuel Macron und UN-Generalsekretär António Guterres haben diese Kriegsführung scharf verurteilt. Der russische UN-Botschafter spricht von Lügen.
Emmanuel Macron hat mit Wladimir Putin telefoneirt. Foto: Olivier Hoslet/Pool EPA via AP/dpa
Emmanuel Macron hat mit Wladimir Putin telefoneirt. Foto: Olivier Hoslet/Pool EPA via AP/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat seinen russischen Kollegen Wladimir Putin anlässlich der Friedensgespräche mit der Ukraine dazu aufgefordert, insbesondere Offensiven gegen Zivilisten zu beenden.

Jegliche Angriffe auf Privatpersonen und Wohnorte sollten eingestellt, die zivile Infrastruktur gewahrt werden, verlangte Macron in dem Telefonat laut Élyséepalast. Strassen sollten zudem abgesichert werden, besonders im Süden Kiews. Putin habe sich gewillt gezeigt, an den Punkten zu arbeiten, hiess es aus Paris.

Landesweit sind seit Beginn des Kriegs Russlands gegen die Ukraine laut Gesundheitsministerium mindestens 352 Zivilisten getötet worden, darunter 14 Kinder. Es gebe obendrein mindestens 1700 verwundete Zivilisten, darunter seien 116 Kinder. Die Zahlen waren am Sonntag veröffentlicht worden.

Macron erneuerte in dem Gespräch auch seine Forderung nach einem sofortigen Waffenstillstand und einem Ende der russischen Angriffe gegen die Ukraine. Er betonte zudem, dass internationales Menschenrecht geachtet werden müsse.

UN-Generalsekretär António Guterres hat Russlands Kriegsführung in der Ukraine scharf verurteilt. «Obwohl russische Angriffe Berichten zufolge grösstenteils auf ukrainische Militäreinrichtungen abzielen, haben wir glaubwürdige Berichte über Wohngebäude, kritische zivile Infrastruktur und andere nicht militärische Ziele, die schwere Schäden erlitten haben», sagte Guterres bei einer Dringlichkeitssitzung der UN-Vollversammlung in New York. «Diese eskalierende Gewalt, die zum Tod von Zivilisten, einschliesslich Kindern, führt, ist völlig inakzeptabel. Genug ist genug.»

Bei der Dringlichkeitssitzung der UN-Vollversammlung in New York nahm auch Russland dazu Stellung. «Wir hören ständig Lügen über den wahllosen Beschuss ukrainischer Städte, Krankenhäuser, Schulen, Kindergärten», sagte der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja. «Wir beschiessen keine zivilen Gebiete und Stadtteile.»

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