Der französische Präsident Emmanuel Macron ist am Donnerstag im ostafrikanischen Staat Ruanda eingetroffen, um eine Normalisierung in den Beziehungen einzuleiten. Die Kontakte zwischen beiden Ländern sind wegen Frankreichs Verhalten beim Völkermord 1994 bis heute getrübt.
Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich, spricht bei einer Pressekonferenz zum Abschluss des zweiten Tages des EU-Sondergipfels. Foto: John Thys/Pool AFP/AP/dpa
Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich, spricht bei einer Pressekonferenz zum Abschluss des zweiten Tages des EU-Sondergipfels. Foto: John Thys/Pool AFP/AP/dpa - sda - Keystone/Pool AFP/AP/John Thys

Vertreter der Hutu-Mehrheit hatten damals hunderttausende Angehörige der Tutsi-Minderheit und gemässigte Hutu getötet. Macron hatte vor seinem Abflug die Hoffnung auf einen Neuanfang ausgedrückt.

Nach einem Empfang durch Präsident Paul Kagame ist ein Besuch der Gedenkstätte für die Opfer des Genozids geplant. Am Freitag reist Macron nach Südafrika weiter. Erst vor kurzem war eine Historiker-Kommission zu dem Schluss gekommen, dass beim Völkermord schwere Verantwortung auf Frankreich laste.

Paris sei damals angesichts der Vorbereitungen des Genozids blind geblieben, lautete eine Schlussfolgerung. Beweise für eine Mitschuld am Tod von mehr als 800'000 Menschen gebe es aber nicht.

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