Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ist unter Bedingungen zu einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau bereit.
Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich, spricht während einer Pressekonferenz. Foto: Ludovic Marin/AFP/AP/dpa
Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich, spricht während einer Pressekonferenz. Foto: Ludovic Marin/AFP/AP/dpa - sda - Keystone/AFP POOL/AP/Ludovic Marin

Das Wichtigste in Kürze

  • Macron wäre einer Reise nach Russland und einem Treffen mit Putin nicht abgeneigt.
  • Der französische Präsident meinte aber, dazu bräuchte es Gesten des Kreml-Chefs.

«Ich denke, dass eine Reise nach Russland heute Vorbedingungen voraussetzt, das heisst Gesten von Präsident Putin, ich werde dort nicht einfach so hinfahren», sagte Macron am Donnerstagabend dem Sender TF1 in Kiew. Weiterhin werde er mit Putin über humanitäre Angelegenheiten, den Schutz von Gefangenen oder die Nahrungsmittelsicherheit sprechen, um eine Lösung zu finden, so Macron. «Und so schliesse ich nichts aus, aber ich werde dies immer in Transparenz mit dem ukrainischen Präsidenten tun und wann immer es sinnvoll ist.»

Zur Frage möglicher territorialer Zugeständnisse der Ukraine an Russland sagte Macron, dass dies die Ukraine entscheiden müsse. «Ich denke, dass es heute unsere Pflicht ist, auf der Seite unserer Werte, des internationalen Rechts und damit der Ukraine zu stehen.» Der Ukraine müsse geholfen werden durchzuhalten.

Belastet Sie der Ukraine-Krieg?

«Aber wir haben nicht die Aufgabe, anstelle der Ukrainer über die Bedingungen für das Ende dieses Krieges zu entscheiden. Und irgendwann muss es entweder einen militärischen Sieg geben oder es müssen Verhandlungen eröffnet werden.» Entscheidungen über Gebiete müsse die ukrainische Führung treffen, ebenso zur Frage, ob mögliche Zugeständnisse gemacht werden oder nicht.

Macron hatte sich am Donnerstag gemeinsam mit Bundeskanzler Olaf Scholz, Italiens Ministerpräsident Mario Draghi und Rumäniens Staatspräsident Klaus Iohannis mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Kiew getroffen.

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