Cereulid erstmals bei krankem Baby in Frankreich nachgewiesen

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Frankreich,

Das für weltweite Rückrufe von Säuglingsmilch verantwortliche Bakteriengift Cereulid ist erstmals bei einem in Frankreich hospitalisierten Baby nachgewiesen worden. Eine Stuhlprobe des Kindes sei positiv auf die Toxin getestet worden, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit.

Babynahrung
Das für weltweite Rückrufe von Säuglingsmilch verantwortliche Bakteriengift Cereulid ist erstmals bei einem in Frankreich hospitalisierten Baby nachgewiesen worden. (Symbolbild) - keystone

Ein kausaler Zusammenhang mit der Erkrankung lasse sich daraus jedoch nicht beweisen, hiess es. Gemäss Radio France hatte das betroffene Baby Anfang Februar in Montpellier Milch des Herstellers Danone getrunken. Der nun erfolgte Nachweis bei dem französischen Baby gilt als erster Hinweis auf eine mögliche Vergiftung nach Konsum zurückgerufener Säuglingsmilch.

Im Dezember und Januar hatten mehrere Nahrungsmittelhersteller in insgesamt gegen 60 Ländern begonnen, vorsorglich Chargen von Säuglingsmilch zurückzurufen, nachdem der Schweizer Konzern Nestlé Spuren des Bakteriengifts Cereulid in gewissen seiner Produkte entdeckt hatte. Das Gift stammte aus einer Zutat eines chinesischen Zulieferers, der neben Nestlé auch Danone oder Hochdorf belieferte.

Aus mehreren Ländern gingen Meldungen über erkrankte Kinder bei den Behörden ein. Ein Zusammenhang mit der Babymilch ist möglich, bislang jedoch nicht zweifelsfrei bewiesen. EU-Behörden stuften das Expositionsrisiko dank der Rückrufe inzwischen als gering ein.

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Kommentare

User #8043 (nicht angemeldet)

Die westliche welt macht nichts mehr selbst, und kauft einfach bei den chinesen oder inder ein. Gilt auch für medis. Das fällt uns dann auf die füsse, wie beispiel milchshoppen zeigt. Und was machen unsere politiker im national- und ständerat? Nichts. Allesamt abwählen.

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