César-Preise: «Was uns verbindet» bester Film, Carrey geehrt

Keystone-SDA
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Frankreich,

Das Drama «Was uns verbindet» von Carine Tardieu («Im Herzen jung,» «Eine bretonische Liebe») gewann den César als bester Film. Zudem erhielt es zwei weitere Preise, darunter für das beste Originaldrehbuch. Der Ehren-César ging in Paris an den kanadisch-amerikanischen Schauspieler, Komiker und Künstler Jim Carrey.

Jim Carrey
Jim Carrey bekam in Paris den Ehren-César verliehen. - Copyright (c) 2020 Joe Seer/Shutterstock.com

Der Film «Was uns verbindet» handelt von einer unabhängigen Mittfünfzigerin, deren Alltag aus den Fugen gerät, als sie auf ihren neuen Nachbarn trifft, einen jungen Vater, der um den Verlust seiner Frau trauert.

Die Trophäe für die beste Regie ging an «Nouvelle Vague» von Hollywood-Kultregisseur Richard Linklater («Boyhood», «Blue Moon»), eine Hommage an die legendäre französische Nouvelle Vague. Da Linklater in der Pariser Konzerthalle Olympia nicht anwesend war, überreichte David Cronenberg den Preis an den Hauptdarsteller Guillaume Marbeck.

Für die besten Schauspielleistungen wurden ausgezeichnet: Léa Drucker für das Polizeidrama «Dossier 137», Laurent Lafitte für seine Rolle in «Die reichste Frau der Welt» an der Seite von Isabelle Huppert.

Der Film «One Battle After Another» des US-Regisseurs Paul Thomas Anderson wurde mit dem César als bester ausländischer Film ausgezeichnet. Die Actionkomödie erzählt von einer Gruppe politischer Desperados in den USA. Der Film mit Leonardo DiCaprio und Sean Penn wurde bereits mit vier Golden Globes geehrt und ist 13-mal für den Oscar nominiert.

Carrey nahm seine Trophäe persönlich entgegen. Bei minutenlangen Ovationen dankte er in einer kurzen Ansprache auf Französisch den Wegbegleitern seiner Karriere und erinnerte daran, dass sich unter seinen Vorfahren ein Franzose befand – vor etwa 300 Jahren.

Der 64-Jährige erlangte mit seiner extrem körperlichen Komik und seinem grossen schauspielerischen Ausdruck in Filmen wie «Die Truman Show», «Die Maske» und «Vergiss mein nicht» internationalen Ruhm.

Die César-Verleihung gab sich auch politisch: Die bekannte iranisch-französische Schauspielerin Golshifteh Farahani würdigte das iranische Volk, das seit Jahrzehnten für Freiheit kämpft. «Trotz all der Hilfe, die es niemals von den Mächtigen dieser Welt erhalten hat, wird es am Ende siegen», sagte sie.

In der Dankesrede für den besten Dokumentarfilm, «Das Flüstern der Wälder», reagierten die Preisträger auf die umstrittene Aussage des Berlinale-Jurypräsidenten Wim Wenders, Kunst solle nicht politisch sein. Sie betonten: «Alles ist politisch, und wir handeln politisch.» Der Film zeigt die bedrohte Flora und Fauna der Vogesen und ruft zugleich zum Schutz der Natur auf.

Der César ist Frankreichs nationaler Filmpreis und nach dem Bildhauer César Baldaccini benannt. Er wird seit 1976 verliehen.

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