Lukaschenko plant angeblich keine weitere Amtszeit

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    Weissrussland,

    Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko (70) kündigte an, keine weitere Amtszeit anzustreben.

    Alexander Lukaschenko
    Alexander Lukaschenko will keine weitere Amtszeit als Machthaber von Belarus. (Archivbild) - sda

    Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko (70) strebt nach eigenen Worten keine weitere Amtszeit an der Spitze der eng mit Russland verbündeten Ex-Sowjetrepublik an.

    «Nein, das habe ich schon nicht mehr vor», sagte er in einem Videointerview des US-Magazins «Time» in Minsk. Er hoffe aber, so gut in Form zu bleiben wie US-Präsident Donald Trump (79), zitierte ihn die staatliche Nachrichtenagentur Belta. Im Januar dieses Jahres hatte er sich in einer als unfrei und unfair kritisierten Abstimmung bis 2030 bestätigen lassen.

    Lukaschenko herrscht seit 1994 in Belarus mit diktatorischen Mitteln. Er lässt auch als letzter Machthaber in Europa weiter die Todesstrafe vollstrecken. Massenproteste gegen eine mutmasslich massiv gefälschte Wiederwahl 2020 liess er mit Gewalt niederschlagen.

    Zum fünften Jahrestag der Proteste beklagen Menschenrechtsorganisationen beispiellose Repressionen. Sie erinnern daran, dass es ungeachtet einiger Freilassungen noch immer rund 1200 politische Gefangene in dem Land gibt.

    Lukaschenko: Ich hätte ja früher aufhören wollen

    Er habe schon früher aufhören wollen, aber niemand habe ihm vorwerfen sollen, er sei ein Verräter und lasse sein Land im Stich, sagte Lukaschenko in dem Interview. Er verneinte, dass sein jüngster Sohn Nikolai (20) ihm einst nachfolgen solle.

    Lukaschenko schloss nicht aus, dass ein Nachfolger eine etwas andere Politik verfolgen werde. «Er soll nur nicht gleich etwas über den Haufen werfen», sondern das Land ruhig weiterentwickeln. Der Langzeitherrscher hat Belarus so eng mit Russland verbündet, dass sein eigener Spielraum nach innen und aussen begrenzt ist. Das Interview für ein US-Medium steht aber im Zeichen einer gewissen Wiederannäherung an die USA unter Trump.

    Kommentare

    User #1863 (nicht angemeldet)

    Die Niederlassungsbewilligung in Genf wurde bereits genehmigt.

    User #5892 (nicht angemeldet)

    Der Kreml hat bestimmt schon einen Ersatz für den Luka. Die Menschen in Belarus werden bestimmt begeistert sein. Hehehe. LOL.

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