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    Lufthansa-Piloten bekräftigen Angebot für Gehaltsverzicht

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    Die Piloten der angeschlagenen Lufthansa wollen «den Kranich in der Luft halten». Dafür bieten sie sogar an, auf Gehalt zu verzichten - unter gewissen Bedingungen.

    Lufthansa-Piloten bieten dem «Kranich» Gehaltsverzicht an. Foto: Guido Kirchner/dpa
    Lufthansa-Piloten bieten dem «Kranich» Gehaltsverzicht an. Foto: Guido Kirchner/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Piloten der Lufthansa bieten dem angeschlagenen Unternehmen weiter einen freiwilligen Gehaltsverzicht an.

    Vor einem Treffen des Lufthansa-Managements mit Gewerkschaften an diesem Mittwoch erneuerte die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) ihr Angebot zu Kosteneinsparungen von etwa 350 Millionen Euro. «Wir wollen den Kranich in der Luft halten», sagte VC-Präsident Markus Wahl. «Wegen der bestehenden Schwierigkeiten sind wir bereit, unser Paket im angebotenen Umfang und ohne weitere Bedingungen zunächst bis Ende 2020 umzusetzen.»

    Die Lufthansa hat die VC sowie die Gewerkschaften Verdi und Ufo (Kabinenpersonal) für diesen Mittwoch zum «Tarifpartnergipfel» eingeladen. Ein erstes Treffen Ende April zum Konzernumbau in der Corona-Krise war ohne greifbare Ergebnisse geblieben.

    Die Beschäftigten der Lufthansa, die mit einem staatlichen Rettungspaket von neun Milliarden Euro gestützt werden soll, müssen sich auf Stellenabbau und tiefe Einschnitte einstellen. Rein rechnerisch hat das von der Corona-Krise hart getroffene Unternehmen deutlich mehr als 10.000 Stellen zu viel an Bord, wie Lufthansa-Chef Carsten Spohr kürzlich sagte. Wie viele Jobs gestrichen würden, hänge auch von den Verhandlungen mit den Gewerkschaften ab.

    Die Pilotengewerkschaft verwies darauf, dass sie bereits vor mehr als einem Monat ein Sparpaket im Umfang von knapp 350 Millionen Euro auf den Tisch gelegt habe. «Angesichts dieses substanziellen Angebots erwartet die VC, dass mit diesem Beitrag anstehende Projekte partnerschaftlich angegangen werden.» Eine Verwendung dieses Beitrags zur Auslagerung von Arbeitsplätzen zu schlechteren Bedingungen sei völlig inakzeptabel.

    Die Piloten hatten bei der ersten Vorlage des Sparpakets Ende April zunächst einen freiwilligen Gehaltsverzicht bis zum Sommer 2022 angeboten - aber unter mehreren Bedingungen. Die Offerte beinhalte für die mehr als 5000 aktiven Piloten im Konzerntarifvertrag ein um bis zu 45 Prozent abgesenktes Gehalt, hiess es seinerzeit. Der Konzern beschäftigt rund 138.000 Mitarbeiter.

    Die Corona-Pandemie mit den Reisebeschränkungen hatte die Geschäfte der Lufthansa mit Ausnahme der Fracht nahezu zum Erliegen gebracht. Der Konzern benötigt daher staatliche Hilfe. Im Gegenzug muss die Lufthansa Start- und Landerechte an ihren wichtigen Flughäfen in Frankfurt und München an die Konkurrenz abgeben.

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