Nachdem eine EU-Wettbewerbskommissarin Druck auf die Lufthansa ausgeübt hatte, möchte diese die Auflösung der Zubringervereinbarung mit Condor überdenken.
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Die Lufthansa will durch Senkungen der Kosten wieder profitable werden. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Lufthansa wollte eigentlich ihre Zubringerverträge mit Condor beenden.
  • Nun machte die EU-Kartellbehörde Druck.
  • Dies führte dazu, dass der Airline-Riese seine Entscheidung wohl nochmals überdenkt.

Vor kurzem wollte Lufthansa den Zubringervertrag mit Condor noch beenden und war auch von ihren starken Beschwerden unbeeindruckt. Aufgrund von Druck aus der EU-Kommission überdenkt der Airline-Riese ihre Entscheidung nochmals.

Die Nachrichtenagentur Reuters zitierte den Lufthansasprecher wie folgt: «Es war uns nicht bewusst, dass es so schlecht um Condor steht.» Die Airline wird die Zusammenarbeit mit Condor wohl vorerst noch nicht beenden. «Wir ziehen in Erwägung, den Vertrag mit Condor vorerst weiter laufen zu lassen.»

Die Lufthansa wurde zuletzt von der EU-Wettbewerbskommissarin Margarete Vestager kritisiert. Hauptsächlich wegen Staatshilfen, die an die Airline ausbezahlt worden sind und nicht vertragsrechtlich verwendet wurden.

In Bezug auf Condor sieht Vestager ein Ausnutzen von Marktmacht. Die Lufthansa könne so ohne Probleme einen Konkurrenten loswerden. Auch Condor hat beim EU-Gericht eine Klage eingereicht.

Sie wollten veranlassen, dass die Lufthansa-Staatshilfen gerichtlich überprüft werden. Das Ziel war, den Konzern zu zwingen, die Zubringervereinbarung weiterzuführen. Condor hat sich bis jetzt noch nicht zur neuen Entwicklung des Airline-Riesen geäussert.

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