27 Migranten sind bei einem Bootsunglück im Ärmelkanal ums Leben gekommen. Grossbritannien will Frankreich im Kampf gegen Schleuser unterstützen.
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Nach einem Zwischenfall im Ärmelkanal bringen Grenzschutzbeamte Migranten in den Hafen von Dover. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Grossbritannien will härter gegen Menschenschmuggler vorgehen.
  • Es sei nicht Frankreichs Aufgabe allein, sondern brauche einen europäischen Ansatz.
  • Die Ankündigung folgt nach einem Bootsunglück im Ärmelkanal mit 27 Toten.

Nach dem Tod von mindestens 27 Menschen beim Untergang eines Bootes mit Migranten im Ärmelkanal will Grossbritannien härter gegen Schleuser vorgehen.

Innen-Staatssekretär Kevin Foster sagte am Donnerstag der BBC, die Regierung sei entschlossen, das Geschäftsmodell der Menschenschmuggler zu zerstören. Dies sei nicht allein Aufgabe Frankreichs. Vielmehr sei ein gemeinsamer europäischer Ansatz nötig.

«Wir sind bereit, Unterstützung auf dem Boden zu bieten. Wir sind bereit, Ressourcen zu bieten. Wir sind bereit, Personal zu schicken und den französischen Behörden zu helfen», sagte Foster. Zuvor hatte Premierminister Boris Johnson gemeinsame Patrouillen an der französischen Küste gefordert.

Grossbritannien hat Frankreich wiederholt vorgeworfen, zu wenig zu tun, um die Überfahrten zu verhindern. In diesem Jahr sind bereits etwa 26'000 Migranten aus Frankreich an der englischen Küste angekommen - drei Mal so viele wie im gesamten Vorjahr.

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