Der Autorin Ulrike Draesner wird am Montagabend der mit 50 000 Euro dotierte «Grosse Preis des Deutschen Literaturfonds» in Leipzig verliehen.
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Sachsens grösste Stadt Leipzig. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Sie sei in vielen Gattungen zu Hause und habe eine ganz eigene, wunderbare Stimme gefunden, sagte Literaturfondsvorstand Susanne Fischer.

Die 59-jährige gebürtige Münchnerin schreibt vor allem Lyrik und Prosa, ist Direktorin des Deutschen Literaturinstituts der Universität Leipzig und wurde vielfach ausgezeichnet, etwa 2020 mit dem Bayerischen Buchpreis für ihren Roman «Schwitters».

«Ulrike Draesner konfrontiert uns mit Unvereinbarem und Schmerz. Sie experimentiert mit literarischen Formen und fordert die Sprache heraus, ohne ihr Publikum dabei aus den Augen zu verlieren», hiess es in der Begründung der Jury.

Ebenfalls ausgezeichnet wird die Übersetzerin Andrea Spingler. Sie erhält den mit 20 000 Euro dotierten Paul-Celan-Preis für ihre «hervorragenden Übersetzungen aus dem Französischen.» Unter anderem Werke von Marguerite Duras, Jean-Paul Sartre und Alain Robbe-Grillet übertrug Spingler ins Deutsche.

Zudem vergibt der Literaturfonds den «Kranichsteiner Literaturförderpreis» an eine Autorin oder einen Autor unter 35 Jahren mit mindestens einer Buchveröffentlichung. Er geht dieses Jahr an die 1991 geborene Annina Haab. Ihr Debütroman «Bei den grossen Vögeln» kam im März dieses Jahres heraus. Überreicht werden die Preise im Literaturhaus Leipzig.

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