Litauen: Russland erwägt mögliche Provokationen im Baltikum

    Keystone-SDA
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    Litauen,

    Litauens Militärgeheimdienst liegen nach Regierungsangaben Informationen vor, wonach Russland Angriffe auf kritische Infrastruktur in den baltischen Staaten unter Einsatz ukrainischer Drohnen erwägen könnte.

    Robertas Kaunas
    Robertas Kaunas ist Litauens Verteidigungsminister. - keystone

    Verteidigungsminister Robertas Kaunas bestätigte in Vilnius einen entsprechenden Medienbericht. «Wir haben Informationen, dass Russland unkonventionelle kinetische Angriffe gegen kritische Infrastrukturen im Baltikum erwägt. Es ist wahrscheinlich, dass Russland zu diesem Zweck ukrainische Drohnen einsetzen könnte», sagte er dem Onlineportal «15min.lt». Nähere Angaben zu bestimmten Objekten oder möglichen Zeitpunkten machte Kaunas nicht.

    Dem Bericht zufolge könnte Russland abgefangene ukrainische Drohnen einsetzen, um die Herkunft eines möglichen Angriffs auf Nato-Gebiet zu verschleiern und diesen zu bestreiten. «Wir sprechen hier von einer möglichen «False-Flag»-Operation, bei der eine gefälschte ukrainische Drohne eingesetzt wird. Dies ist wohl das realistischste Szenario, das derzeit geprüft wird«, sagte Kaunas später ergänzend vor Journalisten.

    Litauens Verteidigungsminister sagte anderen Berichten zufolge weiter, dass Russland noch keine konkrete Entscheidung getroffen habe, eine bestimmte Operation durchzuführen. Auch bestehe keine unmittelbare Gefahr, dass in naher Zukunft etwas passieren könnte. Litauen und andere Nato-Staaten beobachteten die Planungen Russlands und hätten Moskau vor seinen bekannten Absichten gewarnt, sagte Kaunas.

    Zuvor hatte bereits Litauens Staatspräsident Gitanas Nauseda vor möglichen Sabotageversuchen und hybride Angriffe auf kritische Infrastruktur gewarnt. Der Baltenstaat hatte daher die Sicherheitsmassnahmen an wichtigen Transport- und Energieanlagen verstärkt. Litauen grenzt an die russische Ostsee-Exklave Kaliningrad sowie an Russlands Verbündeten Belarus. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine fühlt sich das Land in besonderem Masse bedroht.

    Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion. Dabei hatte das ukrainische Militär in den vergangenen Monaten wiederholt Ziele im Nordwesten Russlands nahe der Grenze zum Baltikum angegriffen. Bei den Angriffen sind mehrmals fehlgeleitete ukrainische Drohnen auch in den baltischen Luftraum eingedrungen und teils abgestürzt.

    Moskau hatte Estland, Lettland und Litauen nach den Angriffen auf die Hafen- und Militäranlagen mehrfach vorgeworfen, der Ukraine ihren Luftraum zur Verfügung zu stellen. Die Regierungen in Tallinn, Riga und Vilnius wiesen die unbelegten Behauptungen entschieden als Desinformation zurück.

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    Kommentare

    User #4594 (nicht angemeldet)

    Dieser provokator soll besser Klappe halten .

    User #5230 (nicht angemeldet)

    Vorsicht vor digitaler Stimmungsmache: Wenn in den Kommentarspalten gezielt Streit entflammt, stecken nicht selten Akteure wie die Internet Research Agency (St. Petersburg), Cyber Front Z (St. Petersburg) oder die Social Design Agency / SDA (Moskau) dahinter. Solche russischen PR-Agenturen und Trollfabriken schalten sich systematisch in Web-Diskussionen ein, um die Haltung des Publikums im Sinne Russlands zu beeinflussen. Ihr Rezept basiert auf erlogenen Nachrichten, Krawall und Verunsicherung. Reagiert gar nicht erst auf getürkte Köder, nehmt Informationen streng unter die Lupe – und lasst euch nicht manipulieren!

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