Einen Monat nach ihrem überraschenden Sieg bei der Kommunalwahl im österreichischen Graz hat die kommunistische KPÖ offiziell Koalitionsverhandlungen mit der SPÖ und den Grünen aufgenommen. «Wir haben auf der Strasse und per Mail enorm viel Zuspruch aus der Bevölkerung bekommen», sagte die KPÖ-Chefin und wohl künftige erste Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr am Samstag. Sie sehe keine grossen Stolpersteine auf dem Weg zur linken Koalition in Österreichs zweitgrösster Stadt. Auch Grüne und SPÖ zeigten sich zuversichtlich, dass die Gespräche zu einem Regierungsbündnis auf kommunaler Ebene führen werden. Die KPÖ geniesst in Graz seit vielen Jahren durch Bürgernähe und ein grosses Engagement in der Wohnungspolitik einen guten Ruf bis ins konservative Lager hinein.
Graz
Blick auf Graz. - Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Die KPÖ hatte bei den Gemeinderatswahlen am 26.

September mit 29 Prozent der Stimmen einen überraschenden Wahlsieg eingefahren und Langzeitbürgermeister Siegfried Nagl von der konservativen ÖVP gestürzt. Die neue Bürgermeisterin soll am 17. November vereidigt werden.