Lettland reagiert auf die Zwangslandung einer Ryanair-Maschine in Minsk. Der Flugverkehr mit Belarus wird vorerst eingestellt.
Fluglinie Belavia
Ein Mann steigt am Flughafen in Minsk (Weissrussland) in ein Flugzeug der Airline Belavia. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Lettland stellt den Flugverkehr mit Belarus ein.
  • Die staatliche belarussische Fluggesellschaft verliert die Betriebserlaubnis.

Als Reaktion auf die erzwungene Landung einer Passagiermaschine in Belarus hat Lettland den Flugverkehr mit dem Nachbarland komplett eingestellt. Die Regierung in Riga setzte die Betriebserlaubnis für die staatliche belarussische Fluggesellschaft am Mittwoch aus.

Zugleich verhängte das EU-Land ein Luftraum- und Landeverbot für Airlines, die in Belarus zugelassen sind. Umgekehrt dürfen auch lettische Gesellschaften wie die nationale Air Baltic nicht mehr nach Belarus fliegen.

Die autoritär regierte ehemalige Sowjetrepublik hatte am Sonntag ein Flugzeug mit mehr als 100 Passagieren zur Landung gebracht - angeblich wegen einer Bombendrohung. An Bord war der Blogger Roman Protassewitsch, der auf dem Flughafen von Minsk mit seiner Freundin sofort festgenommen wurde. Die Aktion löste international Empörung aus.

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