Regierungschef

    Lettischer Ministerpräsident für Lieferung von Kampfjets an Ukraine

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Deutschland,

    Lettlands Regierungschef will der Ukraine Kampfjets liefern. Zudem müsse der Westen seine Rüstungsindustrie hochfahren und mehr Munition produzieren.

    Jet
    Kiew bittet um Kampfflugzeuge, viele westliche Verbündete sprechen sich aber dagegen aus. - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Lettlands Regierungschef Krisjanis Karins spricht sich für Jet-Lieferungen aus.
    • «Wenn die Ukrainer Kampfflugzeuge brauchen, sollten sie sie bekommen.»
    • Zudem plädiert er dafür, dass Nato-Mitglieder mehr für die Verteidigung ausgeben.

    Lettlands Regierungschef Krisjanis Karins hat sich für eine Lieferung von Kampfflugzeugen an die von Russland angegriffene Ukraine ausgesprochen. «Ich sehe nicht, weshalb der Westen keine Kampfjets liefern sollte. Wenn die Ukrainer Kampfflugzeuge benötigen, sollten sie sie bekommen», sagte Karins in einem Interview des «Spiegel». «Die Lieferung von Kampfflugzeugen ist nur noch eine Frage der Zeit», meint der Ministerpräsident.

    Zudem müssen nach Meinung des lettischen Regierungschefs alle europäischen Länder ihre Rüstungsindustrien hochfahren, auch Deutschland. «Gefragt ist jetzt vor allem Munition.

    lettland
    Krisjanis Karins, der lettische Ministerpräsident. - keystone

    Deutschlands Industrie hat beste Voraussetzungen, um Europas Verteidigung zu stärken», sagte Karins weiter. «Russland produziert 24 Stunden am Stück, sie haben auf Kriegswirtschaft umgeschaltet. Wir produzieren noch im Friedensmodus», monierte er. «Zwar wollen wir alle Frieden. Aber der einzige Weg zum Frieden führt über den Sieg der Ukraine, und dafür braucht sie unsere Waffen.»

    Lettland-Karins will höhere Verteidigungsausgaben der Nato-Staaten

    In der Diskussion um die Höhe der Verteidigungsausgaben der Nato-Mitgliedstaaten plädiert Karins tendenziell für einen höheren Richtwert. «Lettland wird in diesem Jahr mehr als 2,5 Prozent für Verteidigung ausgeben, wir streben drei Prozent an», so der Regierungschef.

    Als «Frontstaat» habe Lettland keine Wahl. «Auf Nato-Ebene müssen wir erst einmal sicherstellen, dass alle Mitglieder auf zwei Prozent kommen. Und ja, wir sollten bereits jetzt über ein neues Ziel reden, 2,5 Prozent zum Beispiel», so Karins.

    Glauben Sie, dass der Ukraine-Krieg 2024 beendet ist?

    Derzeit gilt im Nato-Bündnis das Zwei-Prozent-Ziel. Es sieht vor, dass sich alle Nato-Staaten bis 2024 dem Richtwert annähern, mindestens zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Verteidigung auszugeben. Nach Angaben von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg will allerdings ein Teil der Alliierten das derzeitige Ziel deutlich verschärfen.

    Die baltischen Staaten Lettland, Estland und Litauen hatten bereits im Dezember angekündigt, unter dem Eindruck des russischen Angriffskriegs in der Ukraine ihre Verteidigungsausgaben weiter aufstocken zu wollen.

    Mehr zum Thema:

    Weiterlesen

    1 Interaktionen
    Berlin
    Selenskyj Ukraine-Krieg
    64 Interaktionen
    «Notwendig»
    2 Interaktionen
    Berlin
    Quickline
    19 Interaktionen
    Tipps für den Alltag

    MEHR IN NEWS

    Leimental
    Leimental
    2 Interaktionen
    Bern
    Plaffeien FR
    demo
    61 Interaktionen
    In Zürich

    MEHR REGIERUNGSCHEF

    Lech Wa??sa
    7 Interaktionen
    Warschau/Danzig
    asd
    3 Interaktionen
    Vilnius
    Rob Jetten
    131 Interaktionen
    Den Haag

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    süssigkeiten.
    4 Interaktionen
    Erfurt
    Bayern München
    6 Interaktionen
    Nach Tod von Vater
    a
    212 Interaktionen
    Gen-Z-Demos
    a
    1'279 Interaktionen
    Meist friedlich