«Lethal Autonomous Weapon System»: Einschränkung des Gebrauchs

Lou Pflugshaupt
Lou Pflugshaupt

Genève,

Bei Uno-Gesprächen in Genf soll der Umgang mit dem «Lethal Autonomous Weapon System» zentrales Thema sein. Der Gebrauch der Waffen soll eingeschränkt werden.

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Kampagne gegen Killerroboter (Lethal Autonomous Weapon System) mit künstlicher Intelligenz von Amnesty. - zvg

Das Wichtigste in Kürze

  • Tödliche autonome Waffen sollen beschränkt werden.
  • Seit Jahren sprechen Unterhändler bei UN-Gesprächen über den Umgang damit.
  • So soll auch jetzt in Genf eine Einigung zwischen allen UN-Mitgliedern gefunden werden.

Regeln bezüglich «Lethal Autonomous Weapon System», sogenannten LAWs, sind das Kernthema der Geneva Peace Talks 2021. Das hat der Uno-Generalsekretär António Guterres am Montag bekannt gegeben. Bei LAWs handelt es sich um selbstständig agierende Waffensysteme, die Menschen töten können.

Schon seit acht Jahren diskutieren die Unterhändler bei den UN-Gesprächen über die Begrenzung von LAWs. Diese sind vollständig maschinengesteuert und stützen sich auf neue Technologien wie künstliche Intelligenz und Gesichtserkennung.

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UN-Generalsekretär António Guterres. (Archivbild) - dpa

Aber der Druck ist gestiegen, seit im März ein Bericht aus Lybien erschien. Darin wurde angenommen, dass der erste Angriff mit solchen Waffen schon passiert ist.

«Ich ermutige die Überprüfungskonferenz, sich auf einen ehrgeizigen Plan für die Zukunft zu einigen. Der Einsatz bestimmter Arten von autonomen Waffen soll eingeschränkt werden», so Guterres in seiner Rede.

Totales Verbot des «Lethal Autonomous Weapon System»

Einige Staaten, wie zum Beispiel Österreich, sprechen sich für ein totales Verbot solcher Waffen aus. Amerika sieht aber mögliche Vorteile der LAWs, da sie treffsicherer sind als Menschen.

Waffen Roboter Hund
Künftig könnten Roboter auch mit richtigen Waffen ausgestattet im Krieg eingesetzt werden. - SWORD International

«Das Tempo der Technologie beginnt wirklich das Tempo der diplomatischen Gespräche zu überholen», sagte Clare Conboy von Stop Killer Robots. «Dies ist eine historische Chance für Staaten, Schritte zu unternehmen, um die Menschheit vor autonomer Gewaltanwendung zu schützen.»

Wird bei den Gesprächen keine Einigung in Bezug auf die autonomen Waffen gefunden, werden die Gespräche in anderem Rahmen fortgesetzt. Zum Beispiel in ein anderes Forum der UNO.

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