Rechtzeitig zu Weihnachten geht dem Vulkan auf La Palma die Puste aus. Ob das von Dauer ist, wagen die Fachleute noch nicht zu sagen.
Nur noch kleinere Rauchwolken hängen über dem Vulkan in der Cumbre Vieja auf La Palma. Foto: Alexandre Diaz/EUROPA PRESS/dpa
Nur noch kleinere Rauchwolken hängen über dem Vulkan in der Cumbre Vieja auf La Palma. Foto: Alexandre Diaz/EUROPA PRESS/dpa - dpa-infocom GmbH
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Das Wichtigste in Kürze

  • Auf der zu Spanien gehörenden Vulkaninsel La Palma warten die Menschen dieses Jahr besonders sehnsüchtig auf Weihnachten.

Am Montag vergangener Woche verstummte er plötzlich und stösst seither nur noch Gase aus.

Wenn das bis Weihnachten so bleibt, könnten Experten das Ende des fast dreimonatigen Ausbruchs verkünden, berichtete der staatliche TV-Sender RTVE am Montag. Bisher deuteten alle Messdaten darauf hin, dass es dieses Weihnachtsgeschenk tatsächlich geben könnte. «Ich zähle die Stunden, bis sie diesem Drachen die Sterbeurkunde ausstellen», sagte der Priester Domingo Guerra der Zeitung «El País».

Der Vulkan bleibt unberechenbar

Es gebe nur noch wenige schwache Erdbeben, keine Erschütterungen mehr im Vulkankegel und Schwefeldioxid trete auch kaum noch aus, teilte das örtliche Notfall-Komitee Pevolca mit. Dennoch warnen Experten, der immer noch namenlose Vulkan auf der Atlantikinsel vor der Westküste Afrikas bleibe unberechenbar und könne auch plötzlich wieder zu neuem Leben erwachen.

Seit dem Beginn des Ausbruchs am 19. September hat die mehr als 1000 Grad heisse Lava fast 2900 Wohnhäuser und andere Bauten zerstört. Knapp 1200 Hektar wurden mit einer meterdicken Lavaschicht bedeckt. Mehr als 7000 Bewohner mussten in Sicherheit gebracht werden, die Schäden werden auf mehr als 900 Millionen Euro geschätzt.

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