Kultfigur der «Rocky Horror Picture Show»: Tim Curry tot

    Keystone-SDA
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    USA,

    Der aus der «Rocky Horror Picture Show» bekannte britische Schauspieler Tim Curry ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend unter Berufung auf seine Managerin.

    ARCHIV - Der britische Schauspieler Tim Curry ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Foto: Peter Kramer/KRAPE/AP/dpa
    ARCHIV - Der britische Schauspieler Tim Curry ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Foto: Peter Kramer/KRAPE/AP/dpa - Keystone/KRAPE/Peter Kramer

    Weltweit bekannt wurde Curry vor allem durch seine Rolle als bisexueller, ausserirdischer Wissenschaftler in dem Film «Rocky Horror Picture Show». Das Musical «Rocky Horror Show», bei dem Curry die Hauptrolle hatte, sorgte 1973 im konservativen Grossbritannien wegen dessen sexueller Freizügigkeit für Wirbel. Heute gilt vor allem der zwei Jahre nach der Uraufführung entstandene Film als Kult.

    Oft in der Rolle des Bösewichts

    Der Schauspieler und Sänger kam 1946 als Timothy James Curry in der Grafschaft Cheshire zur Welt. An der Universität Birmingham studierte er Schauspiel. Nach ersten Erfolgen beim Hippie-Musical «Hair» wurde Curry von «Rocky Horror»-Erfinder Richard O'Brien für die Hauptrolle in der Show verpflichtet.

    Am 16. Juni 1973 mimte der Mann mit der aussergewöhnlichen Singstimme erstmals den Wissenschaftler Frank N. Furter vom Planeten Transsexual, der sich – fast wie sein Namensverwandter Frankenstein sein Monster – einen blonden Lustsklaven schafft. Die spätere Verfilmung machte den Mann mit dem breiten Grinsen weltbekannt.

    Dabei war der Brite auch anderweitig tätig. In mehr als 30 Filmen war Curry zu sehen – meist in der Rolle des Bösewichts: Als mörderischer Clown in der Verfilmung von Stephen Kings «Es», als machtversessener Kardinal Richelieu in «Die drei Musketiere» oder als hinterlistiger Hotel-Portier in «Kevin – Allein in New York».

    Superstar am Broadway

    Am Broadway gehörte Curry ausserdem zu den Superstars. Als Mozart in «Amadeus» oder als King Arthur in «Spamalot» feierte er grosse Erfolge. Auch am Londoner West End stand er regelmässig auf der Bühne. Obendrein versuchte er sich als Popstar. Doch seine eigenen Alben – «Read My Lips» (1978), «Fearless» (1979) und «Simplicity» (1981) – waren keine kommerziellen Erfolge.

    2012 brach Tim Curry in seinem Haus in Los Angeles zusammen: Schlaganfall. Teilweise gelähmt sass der Schauspieler fortan im Rollstuhl und mied teils die Öffentlichkeit. Er arbeitete jedoch weiter als Sprecher. Als die «Rocky Horror Picture Show» 2016 fürs Fernsehen neu verfilmt wurde, wirkte Curry als Erzähler mit. Im vergangenen Jahr veröffentlichte er seine Autobiografie «Vagabond», die er als Hörbuch einsprach.

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