Drohnenangriffe nahe Markt - UN fordern Aufklärung

    Keystone-SDA
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    USA,

    Nach Drohnenangriffen in der zwischen Sudan und Südsudan umstrittenen Region Abyei mit Dutzenden Toten haben die Staaten des UN-Sicherheitsrats die Aufklärung der Vorfälle gefordert. Man verurteile die Angriffe in der Nähe eines Marktes und des Ortes Todach auf das Schärfste, hiess es in der Erklärung des mächtigsten UN-Gremiums.

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    Südsudan und Sudan streiten um die Region Abyei. Bei Angriffen sind zahlreiche Zivilisten getötet worden. (Archivbild) - keystone

    Nach Angaben lokaler Behörden kamen bei den Angriffen am Montag mindestens 150 Menschen ums Leben. Die Vereinten Nationen bestätigten bislang mindestens 80 Tote und weitere Vermisste. Die Angriffe hatten demnach grosse Feuer ausgelöst, die die UN-Friedenstruppe in Abyei (Unisfa) grösstenteils gelöscht habe. Der Sicherheitsrat forderte, Abyei müsse demilitarisiert bleiben und mahnte, dass gezielte Angriffe auf Zivilisten Kriegsverbrechen darstellen können.

    Lokale Medien zitierten den Regierungssprecher der rohstoffreichen Region mit der Aussage, es seien Tanklastwagen in einem Bereich des Marktes angegriffen worden, in dem sudanesische Händler tätig gewesen seien.

    Südsudans Regierung machte die sudanesische Armee für die Angriffe verantwortlich, diese bestritt das. Der Südsudan hatte sich 2011 nach jahrzehntelangen Bürgerkriegen vom Sudan abgespalten. Die Zugehörigkeit der Region Abyei ist zwischen beiden Staaten bis heute ungeklärt. Seit 2011 ist dort eine UN-Friedensmission stationiert. Im Sudan kämpfen die Armee und die paramilitärische Miliz Rapid Support Forces (RSF) seit April 2023 um die Vorherrschaft. Der Bürgerkrieg destabilisiert laut den UN auch die Situation in der umstrittenen Grenzregion.

    Der Vorfall ist einer von vielen Drohneneinsätzen, die das Kriegsgeschehen im Sudan in diesem Jahr dramatisch verändert haben. Insgesamt kamen nach Angaben des UN-Menschenrechtsbüros OHCHR allein in der ersten Jahreshälfte mindestens 1.120 Zivilisten im Sudan durch Drohnenangriffe ums Leben. Das entspreche 80 Prozent aller getöteten Zivilisten, die das OHCHR in der Zeit dokumentieren konnte.

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