Kreise: VW-Softwaretochter steht vor weiterem Stellenabbau
Die VW-Softwaretochter Cariad steht offenbar vor einem grösseren Stellenabbau.

Konkret geht es um rund 1000 Stellen, die gestrichen werden sollen, wie die deutsche Nachrichtenagentur DPA aus Unternehmenskreisen erfuhr. Betroffen wäre damit knapp ein Viertel der rund 4300 verbliebenen Cariad-Beschäftigten. Zuvor hatte das «Handelsblatt» berichtet.
Bis wann und auf welche Weise die Stellen abgebaut werden sollen, war noch offen. Nun soll mit Arbeitnehmervertretern darüber verhandelt werden. Auch Tarifverträge wurden demnach gekündigt. Ein Cariad-Sprecher wollte sich auf Anfrage der DPA nicht dazu äussern.
Die Softwarelösungen von Cariad kommen im gesamten VW-Konzern zum Einsatz. Ursprünglich sollte die Tochterfirma grosse Teile der Software selbst entwickeln. Wegen Problemen bei wichtigen Projekten, die auch den Start einzelner Modelle verzögerten, tauschte der Autokonzern die Cariad-Führung 2023 aus und änderte den Kurs.
Anders als sein Vorgänger Herbert Diess setzt VW-Konzernchef Oliver Blume beim Thema Software auf Kooperationen mit externen Partnern wie Xpeng in China oder Rivian in den USA. Cariad fokussiert sich nun unter anderem auf die Eigenentwicklung von Schlüsseltechnologien – wie Fahrdynamik-Software, Cloud-Anwendungen und Infotainment-Systeme.
Bereits in den Vorjahren hat die Softwaretochter mehrfach Stellen abgebaut. Ende 2023 hatte Cariad noch 6500 Beschäftigte. Zuletzt erfolgte der Abbau sozialverträglich über Abfindungen und Vorruhestandsprogramme. Bis 2029 waren betriebsbedingte Kündigungen zuletzt ausgeschlossen.














