Oktoberfest: Kellner streiken für heimliche Biertrinker
Bier trinken ist am Oktoberfest nur für die Besucher erlaubt. Weil Mitarbeiter beim Trinken erwischt worden waren, kam es nun sogar zum Streik.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Chef eines Oktoberfest-Zelts hat zwei Kellner beim heimlichen Biertrinken erwischt.
- Bevor er ihnen kündigen konnte, reichten sie selbst die Kündigung ein.
- Aus Solidarität mit den beiden streikten daraufhin fünf weitere Kellner und kündigten.
Am Montagabend haben am Münchner Oktoberfest sieben Schankkellner gestreikt. Diese zapfen das Bier am Schanktisch und reichen die Getränke dann den Bedienungen.
Grund: Der Chef des Paulaner-Festzeltes hatte zwei Zapfer beim heimlichen Biertrinken ertappt und zur Rede gestellt, berichtet RTL. Während der Arbeitszeit darf das Personal nämlich keinen Schluck Alkohol trinken.
Die beiden Kellner kamen Konsequenzen zuvor und kündigten. Mit ihnen fünf weitere Kellner aus Solidarität.
Kein Bier-Engpass am Oktoberfest
Von all dem bekamen die Besucher aber nichts mit. Zunächst halfen die Servicebedienungen aus. Dann kamen drei Kellner aus dem Nachbarszelt Hacker zur Unterstützung. Sogar Hacker-Wirt Thomas Roiderer soll am Zapfhahn gesichtet worden sein.
«Die Wiesn-Familie hält eben zusammen und hilft sich gegenseitig», kommentiert die Vereinigung der Münchner Wiesn-Wirte die Aktion. Zugleich hält sie fest, dass Alkohol am Arbeitsplatz kein Kavaliersdelikt sei.
Inzwischen hat das Paulaner-Festzelt acht neue Schankkellner gefunden. Ein Bier-Engpass ist also nach wie vor nicht in Sicht.

















