KLM Airlines twitterte über die Todeswahrscheinlichkeit bestimmter Plätze an Bord eines Flugzeugs. Daraufhin stand die Airline online unter Beschuss.
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Flugzeuge von Air France und KLM Airlines. - AFP/Archiv
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Das Wichtigste in Kürze

  • KLM India twitterte über die Todeswahrscheinlichkeit bestimmter Sitzplätze.
  • Danach gab es ein Gewinnspiel für diejenigen, die die sichersten Flugzeugplätze kennen.
  • Online hagelte es für die Tweets Kritik und die Airline entschuldigte sich.

Auf welchem Sitz im Flugzeug ist das Sterberisiko am höchsten? Die KLM India gab die Antwort in einem Tweet bekannt, was für ordentlich Beschuss in den sozialen Netzwerken sorgte.

Auf Twitter schrieben sie: «Laut einer Studie des ‹Time›-Magazins ist die Todesrate für Sitze in der Mitte eines Flugzeuges am höchsten.» Darauf folgten laut «Mail Online» schnell Kommentare, die die Airline als unsensibel bezeichneten, weil sie die beunruhigenden Studienergebnisse launenhaft teilten.

Ausserdem wurde die Airline für Panikmache an den Pranger gestellt. Manche Passagiere würden sich gerade auf einen Flug mit Sitzen in der Mitte eines Fliegers vorbereiten. Die Bekanntgabe, dass sie dort bei einem Unglück am ehesten sterben, sei alles andere als beruhigend.

Flugzeug
KLM India twitterte gestern, dass die Todeswahrscheinlichkeit bei Flugzeugunfällen am grössten bei Plätzen in der Mitte eines Flugzeugs ist. - Pixabay

Gewinnspiel für KLM Goodies

Doch ein bizarrer Tweet reichte der indischen Niederlassung der KLM Airline nicht. Kurze Zeit später twitterten sie direkt den nächsten Klopper und fragten: «Weisst du, welche die sichersten Plätze in einem Flugzeug sind? Kommentiere die richtige Antwort und gewinne mit Glück spannende KLM Goodies!»

Auch hier hagelte es Kritik: Ein Twitter-User vermutete, der Account sei gehackt worden. Ein anderer schlug vor, den Verantwortlichen der Tweets in Zukunft zurückzuhalten, um weitere Tweets zu vermeiden.

Die negativen Reaktionen blieben von der Airline nicht unbemerkt. Sie löschte die Tweets inklusive Kommentare wieder und entschuldigte sich:

«Wir möchten uns aufrichtig für ein aktuelles Update entschuldigen. Die Posts basierten auf einer öffentlich zugänglichen Luftfahrt-Tatsache und ist nicht die Meinung von KLM. Es war nie unsere Absicht, die Gefühle anderer zu verletzen.»

Auch der offizielle Account der KLM Royal Dutch Airlines meldete sich zu Wort und versprach: Man werde das Twitter-Protokoll in Zukunft besser überprüfen, um angemessene Inhalte zu gewährleisten.

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