Donald Trump wird nicht des Amtes enthoben

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    USA,

    Das US-Repräsentantenhaus hat den Vorstoss eines demokratischen Abgeordneten abgewiesen, ein Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Donald Trump einzuleiten.

    Donald Trump Amtsenthebung Impeachment
    US-Präsident Donald Trump muss sich bald einem Amtsenthebungsverfahren unterziehen. - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Donald Trump wird nicht des Amtes als US-Präsident enthoben.
    • Ein Antrag eines demokratischen Abgeordneten wurde im Repräsentantenhaus abgelehnt.

    Die von den oppositionellen Demokraten dominierte Kongresskammer lehnte den Antrag mit einer deutlichen Mehrheit von 332 zu 95 Stimmen ab. Donald Trump begrüsste das Abstimmungsergebnis – und sprach vom Ende der Versuche, ihn des Amtes zu entheben.

    Die Mehrheit der oppositionellen Demokraten und alle Republikaner im Repräsentantenhaus stimmten gegen den Vorstoss. Der Abgeordnete Al Green hatte den Antrag am Dienstag eingereicht.

    Dies nachdem die Kongresskammer Trumps fremdenfeindliche Tiraden gegen vier demokratische Abgeordnete mit Migrationshintergrund verurteilt hatte. Green erklärte, Donald Trump schade der US-Gesellschaft und sei nicht für das Präsidentenamt geeignet.

    Donald Trump Al Green
    Der texanische Abgeordnete Al Green hatte den Antrag gegen Donald Trump im US-Repräsentantenhaus eingereicht. - Keystone

    Demokraten sind sich uneinig

    Die Demokraten sind gespalten in der Frage, ob sie ein Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten anstrengen sollen. Dass 95 ihrer Abgeordneten für Greens Antrag stimmten, zeigt, dass es durchaus Unterstützung für ein solches Vorgehen gibt.

    Die demokratische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, ist derzeit aber gegen ein Impeachment. Sie fürchtet, dass ein Amtsenthebungsverfahren keine Aussichten auf Erfolg hätte. Und letztlich Donald Trump helfen könnte, für die Präsidentschaftswahl 2020 seine Anhänger zu mobilisieren.

    Impeachement Donald Trump
    US-Oppositionschefin Nancy Pelosi hält nicht viel von einem Impeachment von Donald Trump. - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

    Donald Trump feiert sich selbst

    Der Präsident verbuchte die Abstimmung vom Mittwoch umgehend als Erfolg für sich. «Wir haben soeben ein überwältigendes Abstimmungsergebnis gegen ein Impeachment erhalten».

    Das sagte Trump vor einem Wahlkampfauftritt im Bundesstaat North Carolina. Das Thema Amtsenthebungsverfahren sei fortan vom Tisch.

    Im Kurzbotschaftendienst Twitter bezeichnete Trump Greens Vorstoss als «lächerlich» und «Zeitverschwendung».

    Trump will weisse Wählerschaft mobilisieren

    Trump hatte mit fremdenfeindlichen Attacken gegen die demokratischen Abgeordneten für Empörung gesorgt. Er nannte keine Namen, meinte aber Alexandria Ocasio-Cortez, Ilhan Omar, Rashida Tlaib und Ayanna Pressley.

    Der Präsident warf den Politikerinnen vom linken Demokraten-Flügel vor, die USA zu «hassen». Er rief sie auf, die USA zu verlassen und in die Herkunftsländer ihrer Familien zurückzugehen.

    Donald Trump Impeachment
    Die Demokratinnen Rashida Tlaib (l-r), Ilhan Omar, Alexandria Ocasio-Cortez und Ayanna Pressley in Washington. Foto: J. Scott Applewhite/AP - dpa-infocom GmbH

    Drei der vier angegriffenen Frauen sind in den USA geboren. Omar kam als Kind als Flüchtling aus Somalia in die USA.

    Mit den Attacken verfolgte Trump offenbar das Ziel, mit Blick auf die Präsidentschaftswahl 2020 seine weisse Wählerschaft zu mobilisieren. Ausserdem will er einen Keil zwischen die Demokraten treiben.

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