Klimawandel

    Klimawandel: Hitze wie in Indien 30 mal wahrscheinlicher

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    Grossbritannien,

    Indien und Pakistan erlebten jüngst Rekordtemperaturen. Forscher konnten aufzeigen, dass der Klimawandel derartige Hitzewellen deutlich wahrscheinlicher macht.

    In vielen Teilen Nordwest- und Zentralindiens herrscht eine Hitzewelle.
    In vielen Teilen Nordwest- und Zentralindiens herrscht eine Hitzewelle. - Channi Anand/AP/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Indien und Pakistan kämpfen zurzeit mit einer Hitzewelle.
    • Forscher ermittelten, dass solche Hitzewellen heutzutage 30 mal wahrscheinlicher sind.
    • In Zukunft gehen sie von noch mehr Naturkatastrophen aus.

    Hitzewellen wie in Indien und Pakistan sind durch den Klimawandel einer aktuellen Auswertung zufolge rund 30 mal wahrscheinlicher geworden. Das analysierten knapp 30 Forscher aus Grossbritannien, Indien, Pakistan und anderen Ländern. Diese haben sich in der World Weather Attribution Group zusammengeschlossen. Die sogenannte Attributionsforschung untersucht, ob und inwieweit sich Wetterextreme auf die Erderhitzung zurückführen lassen.

    Waldbrand Pakistan
    Im Südwesten Pakistans kam es aufgrund der Hitzewelle zu einem grossen Waldbrand. - Twitter / @OurAshar

    Der Studie zufolge ist die Wahrscheinlichkeit einer solchen Hitzewelle – bei einer Erderwärmung um 1,2 Grad – noch immer niedrig. Die Hitzewelle verursachte in Indien und Pakistan in den vergangenen Wochen mindestens 90 Todesfälle. Mit einer Wahrscheinlichkeit von einem Prozent muss man jedes Jahr damit rechnen.

    Allerdings betrug diese Wahrscheinlichkeit vor Beginn des industriellen Zeitalters eben nur ein Dreissigstel davon. Bei einer Erderhitzung von zwei Grad müsse man etwa alle fünf Jahre mit einer so extremen Hitzewelle rechnen. Das schreiben die Forscher.

    Heissester März in Indien seit Beginn der Aufzeichnungen

    Der März war in Indien der heisseste seit Beginn der Aufzeichnung vor 122 Jahren, auch in Pakistan wurden Rekordtemperaturen gemessen. Ausserdem verschärfte die Trockenheit die Lage: So fiel in beiden Ländern mehr als 60 Prozent weniger Regen als üblich.

    Um den Effekt des Klimawandels zu errechnen, analysierten die Forscherinnen und Forscher Wetterdaten und Computersimulationen. Damit konnten sie die Daten von heute mit jenen des späten 19. Jahrhunderts zu vergleichen.

    Die deutsche Klimaforscherin Friederike Otto vom Imperial College London erklärte Hitzewellen zu den tödlichsten Wetterextremen überhaupt. «Gleichzeitig sind es diese Extreme, die in einer sich erwärmenden Welt am stärksten zunehmen. Solange Treibhausgasemissionen weitergehen, werden Ereignisse wie diese eine immer häufiger werdende Katastrophe», so Otto.

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