Kinder ausgesetzt: Mami singt in Handschellen vor dem Haftrichter
Ein Paar soll seine zwei kleinen Söhne bei 30 Grad mitten in Portugal ausgesetzt haben. Nach der Festnahme sorgten sie mit Gesang und Rufen für Gruselszenen.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein Paar setzte seine kleinen Kinder mitten in Portugal aus – nun wurde es festgenommen.
- Bei der Vorführung wurde es bizarr: Das Mami sang, der Stiefvater rief Liebeserklärungen.
- Gegen das Paar laufen nun Ermittlungen in Portugal und Frankreich.
Ein französisches Paar steht in Portugal unter schwerem Verdacht. Die beiden sollen ihre zwei kleinen Söhne in der Nähe eines Waldgebietes in Portugal ausgesetzt haben.
Nun wurden die Mutter und der Stiefvater festgenommen und mussten sich dem Haftrichter im portugiesischen Setúbal stellen.
Dort wurde es bizarr: Das 41-jährige Mami soll laut der deutschen «Bild» auf dem Weg zum Haftrichter in Handschellen lauthals gesungen haben.
Währenddessen rief der Stiefvater Liebesbekundungen, unter anderem «Je vous aime» – wen er denn liebt, bleibt zunächst unklar.
Kinder überlebten bei grosser Hitze
Die beiden Buben sind gerade mal drei und fünf Jahre alt.
Rund 60 Kilometer südöstlich von Lissabon entdeckte sie die portugiesische Polizei «GNR». Dabei hatten sie nur wenig Wasser und Essen – und das bei Temperaturen von rund 30 Grad.
Das Paar aus Frankreich verbrachte mehrere Stunden mit dem Richter. Am darauffolgenden Samstag sollte ein Gericht über die Untersuchungshaft entscheiden. Also darüber, ob jemand vor dem Urteil inhaftiert wird, weil Fluchtgefahr oder weitere Gefahr besteht.
Gegen die beiden liegen zudem europäische Haftbefehle aus Frankreich vor. Solche Haftbefehle erlauben es, Verdächtige innerhalb Europas zu verfolgen und festzunehmen.
Weiterer Sohn bleibt in Frankreich zurück
Der Verdacht gegen das Paar geht, wie die «Bild» berichtet, noch weiter. Laut den vorliegenden Haftbefehlen sollen die beiden die Kinder nicht nur ausgesetzt, sondern auch entführt haben.
Sie hätten die Jungen eigenmächtig nach Portugal gebracht.
Zusätzlich soll das Mami einen weiteren Sohn im Alter von 16 Jahren in Frankreich zurückgelassen haben. Auch das wird dem Paar zur Last gelegt.
Die Ermittlungen laufen simultan in Portugal wie auch in Frankreich.



















