Seit Beginn des Kriegs vor genau einem Monat sollen russische Einheiten über 1800 Luftangriffe auf die Ukraine verübt haben.
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Menschen gehen durch die rauchenden Trümmer inmitten der Zerstörung, die nach dem Beschuss eines Einkaufszentrums in Kiew entstanden ist. Foto: Rodrigo Abd/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Rodrigo Abd

Das Wichtigste in Kürze

  • Russische Einheiten haben seit Kriegsbeginn über 1800 Luftangriffe verübt.
  • Die russischen Truppen haben aber laut ukrainischen Angaben mit Nachschubproblemen zu tun.

Seit Beginn des Kriegs haben russische Einheiten nach Angaben aus Kiew mehr als 1800 Luftangriffe auf die Ukraine geflogen.

Ausserdem seien Hunderte Raketen von Land und von der See auf ukrainische Ziele abgefeuert worden. Dies teilte das Verteidigungsministerium in Kiew am Donnerstag mit.

Darunter seien 175 Geschosse vom Typ Iskander und 183 vom Typ Kalibr gewesen. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs leiden die russischen Truppen aber unter enormen Nachschubproblemen. Mehrere Rüstungsunternehmen hätten zudem wegen der Sanktionsfolgen die Produktion ganz oder teils einstellen müssen.

Personelle und materielle Probleme Russlands

Um die Kampffähigkeit wiederherzustellen, würden veraltete oder ausrangierte Fahrzeuge eingesetzt. Zudem würden russische Truppen teilweise Lastwagen und Landmaschinen von ukrainischen Privatleuten und Landwirten beschlagnahmen, teilte der Generalstab mit.

Auch personell hätten die Angreifer weiter enorme Probleme. Deshalb würden Reserveoffiziere und Wehrpflichtige eingezogen. Nach ukrainischen Schätzungen wurden seit Kriegsbeginn am 24. Februar fast 16 000 russische Soldaten getötet.

Alle Angaben sind nicht unabhängig zu überprüfen.

Russische Einsatzkräfte reichen nicht aus

Der Generalstab teilte weiter mit, die russischen Truppen versuchten weiterhin, die ukrainische Hauptstadt Kiew einzukreisen.

Die einsetzbaren Kräfte reichten aber bei weitem nicht aus, um besetzte Gebiete zu kontrollieren und gleichzeitig die Stellungen zu halten. Die russische Führung begreife dies langsam.

In einigen Gebieten hätten die russischen Truppen ihre Offensiven abgebrochen. Bei der ostukrainischen Grossstadt Charkiw gebe es derzeit keine Bewegung. Die russischen Bemühungen konzentrierten sich darauf, die zivile Infrastruktur der zweitgrössten Stadt des Landes zu zerstören.