Roms ehemaliger Bürgermeister Alemanno aus Gefängnis entlassen
Der ehemalige Bürgermeister von Rom, Gianni Alemanno, ist nach knapp anderthalb Jahren aus dem Gefängnis entlassen worden. «Ich verlasse das Gefängnis als Unschuldiger», sagte der 68-Jährige beim Verlassen der Rebibbia-Haftanstalt in der italienischen Hauptstadt.

Alemanno war am Silvesterabend 2024 verhaftet und ins Gefängnis gebracht worden, weil er nach einer früheren Verurteilung gegen Auflagen der Justiz verstossen hatte.
Alemanno war wegen Korruption und illegaler Parteienfinanzierung während seiner Amtszeit (2008-2013) zu einem Jahr und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Ihm wurde jedoch auch die Möglichkeit gegeben, die Strafe durch Sozialdienste für bedürftige Familien und Opfer von Gewalt abzugelten. Zudem stand er zwischen 21.00 Uhr abends und 7.00 Uhr morgens unter Hausarrest.
Nach seiner Entlassung übte Alemanno scharfe Kritik an den Zuständen in italienischen Gefängnissen. Er sprach von einer «Schande für die Republik, eine Beleidigung angesichts der Art und Weise, wie dort Menschen behandelt werden». Er kündigte an, sich weiter politisch betätigen zu wollen. Ein Treffen mit dem Politiker Roberto Vannacci stehe bald an. Der Ex-General hatte erst kürzlich die neue rechte Partei Futuro Nazionale (Nationale Zukunft) gegründet.










