Kann das Tragen einer Maske vor Corona schützen?

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    Deutschland,

    Seit einigen Wochen gilt beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln bundesweit eine Maskenpflicht. Doch nicht jeder ist vom Nutzen dieser Massnahme überzeugt. Kann eine solche Gesichtsbedeckung wirklich die Ansteckung mit Corona verhindern?

    Bus Corona
    Reisen stellen eine grosse Gefahr für eine Corona-Infektion dar. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Früher eine Seltenheit, heute Alltag: Die Menschen in Deutschland tragen in Corona-Zeiten eine Mund- und Nasenmaske.

    Die Wirksamkeit solcher Masken wird in sozialen Netzwerken immer wieder in Frage gestellt. Ein Faktencheck:

    - Behauptung: Das Tragen einer Maske sei «Blödsinn», heisst es in einem Beitrag. Es gebe «keinerlei Belege dafür, dass das Tragen einer Maske eine Ansteckung verhindern könnte».

    - Bewertung: Das ist falsch. Wenn etwa zwei Personen im Gespräch Masken tragen, ist das Risiko einer Ansteckung unter anderem mit dem Coronavirus deutlich geringer.

    - Fakten: Seit Ende April gilt bundesweit Maskenpflicht - vor allem in Bussen und Bahnen sowie vielfach auch beim Einkaufen in Geschäften. Sinn und Zweck der Schutzmaske ist es, Tröpfchen abzufangen, die wir beim Sprechen, Lachen, Husten oder Niesen ausstossen. Je dichter der Stoff, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass kleine Tröpfchen hindurch gelangen.

    Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) unterscheidet zwischen selbstgemachten «Community-Masken» und medizinischen Gesichtsmasken. Erste böten als physische Barriere eher eine Schutzfunktion vor grösseren Tröpfchen und verhinderten Mund-/Nasen-Schleimhautkontakt mit kontaminierten Händen, erklärt das BfArM.

    Die medizinischen Gesichtsmasken dagegen dienten vor allem dem Fremdschutz und schützten das Gegenüber, so die Behörde. Sebastian Lemmen, Infektiologe an der Uniklinik Aachen, sagt deshalb: «Wenn zwei Leute einen Mundschutz tragen, sind beide geschützt».

    Auch das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt das Tragen einer «Mund-Nasen-Bedeckung» im öffentlichen Raum. Die selbstgemachten Masken filtern laut RKI vermutlich weniger Tröpfchen als der mehrlagige medizinische Mund-Nasen-Schutz. Das Tragen einer Maske bezeichnet das Institut als einen Baustein, um beim Coronavirus Infektionsdruck und Ausbreitungsgeschwindigkeit in der Bevölkerung zu reduzieren. Abstands- und Hygieneregeln gelten laut RKI aber auch, wenn Menschen eine Maske tragen.

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