Gold fällt zu Wochenbeginn um 2,9 Prozent
Gold gerät zu Wochenbeginn deutlich unter Druck: Ölpreise, US-Renditen und Zinserwartungen belasten das Edelmetall.

Der Goldpreis ist am Montag, 28. September, deutlich unter Druck geraten. Laut der «Börse Express» fiel die Feinunze um 2,9 Prozent auf 4165,35 US-Dollar.
Auch der «Aktionär» berichtete von einem kräftigen Rückgang des Spotpreises. Dieser gab zeitweise um mehr als zwei Prozent auf rund 4198 Dollar je Feinunze nach.
Der «TradingKey» zufolge erreichte Gold im asiatischen Handel ein Tagestief von 4179,42 US-Dollar. Damit lag der Tagesverlust zeitweise bei mehr als 100 Dollar.
Ölpreis und Nahost-Konflikt belasten Gold
Ein zentraler Belastungsfaktor sind die gestiegenen Energiepreise infolge der Spannungen im Nahen Osten. Dem «Aktionär» zufolge verteuerte sich Brent-Öl auf mehr als 106 Dollar je Barrel.
Hintergrund sind die Unsicherheiten rund um Iran und die strategisch wichtige Strasse von Hormus. Die «Börse Express» verweist dabei auf wachsende Zweifel an einer schnellen diplomatischen Entspannung.
Höhere Energiepreise verstärken zugleich die Sorgen über anhaltenden Inflationsdruck in den Vereinigten Staaten. Der «TradingKey» zufolge rückten deshalb auch die geldpolitischen Signale der Federal Reserve stärker in den Mittelpunkt.
Renditen erhöhen den Druck auf Gold
Parallel zum Ölpreisanstieg legten die Renditen amerikanischer Staatsanleihen weiter zu. Laut der «Börse Express» stieg die Rendite zehnjähriger US-Anleihen auf rund 5,21 Prozent.
Der «Aktionär» berichtete ebenfalls von einer Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen von mehr als fünf Prozent. Gleichzeitig gewann der US-Dollar weiter an Wert.
Gold wirft selbst keine laufenden Zinsen ab und steht damit gegenüber verzinsten Anlagen unter Renditedruck. Steigende Renditen erhöhen die Opportunitätskosten beim Halten des Edelmetalls.
Zinserwartungen rücken in den Fokus
Die Markterwartungen für eine weitere Zinserhöhung der Federal Reserve im Oktober haben sich zuletzt verstärkt. Die «TradingKey» bezifferte die Wahrscheinlichkeit eines Schritts um 25 Basispunkte auf 68,1 Prozent.
Der «Aktionär» nannte eine entsprechende Marktwahrscheinlichkeit zwischen 66 und 68 Prozent. Zugleich hatte die Federal Reserve ihren Leitzins Mitte September auf 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben.

Auch die Positionierung spekulativer Marktteilnehmer zeigt zuletzt eine geringere Netto-Long-Position. Laut der «Börse Express» sank diese zum 22. September auf 225'853 Kontrakte.












