Cyberangriff auf SRG: Daten von hunderten Mitarbeitenden gestohlen
Die SRG hat einen Cyberangriff festgestellt, bei dem Unberechtigte auf Daten von SRF-Mitarbeitenden zugegriffen haben. Sie leitete umgehend Massnahmen ein.

Das Wichtigste in Kürze
- Bei der SRG kam es zu einem Cyberangriff bei dem Daten von hunderten Mitarbeitenden betroffen sind.
- Im Zusammenhang mit dem Vorfall sei es zu einem Datenabfluss gekommen.
- Das Unternehmen untersuche den Vorfall nun mit internen und externen Fachleuten.
Die SRG hat einen Cyberangriff festgestellt, bei dem Unberechtigte auf Daten von SRF-Mitarbeitenden zugegriffen haben. Nach einer ersten Analyse steht fest: Kontakt- und Organisationsdaten von rund 340 aktuellen und früheren SRF-Mitarbeitenden sind abgeflossen.
Die betroffenen Daten stammen aus dem Jahr 2020. Betroffen sind laut dem Unternehmen vor allem Mitarbeitende der Angebotseinheit «Information». Diese gehört zur Regionaleinheit SRF. Mitarbeitende anderer Unternehmens- und Regionaleinheiten sind nach aktuellem Stand nicht betroffen.

Zu den gestohlenen Daten gehören Namen, Funktionen sowie dienstliche und teilweise auch private Kontaktangaben. Keine Hinweise gibt es bisher darauf, dass Passwörter, Bankdaten oder journalistische Quellen gestohlen wurden. Auch Recherchedaten und Kommunikationsinhalte seien nicht betroffen, so das Medienhaus.
Das Unternehmen reagierte umgehend, indem die betroffenen Zugänge deaktiviert und zusätzliche Sicherheitsmassnahmen umgesetzt worden sind.
Die SRG informiert Betroffene direkt
Alle betroffenen Personen wurden bereits persönlich über den Vorfall informiert. Das Medienhaus setzt dabei auf direkte Kommunikation mit den Betroffenen. Das Unternehmen will so sicherstellen, dass niemand im Unklaren bleibt.
Das Unternehmen betont, dass sie den Schutz der Mitarbeitenden und ihrer Daten ernst nimmt. Betroffene werden aktiv unterstützt. Weitere Details zur Art der Unterstützung nannte das Unternehmen bisher nicht.
Gemeinsam mit internen und externen Fachleuten untersucht die SRG nun den Vorfall. Die SRG hat die zuständigen Behörden informiert, steht mit ihnen in engem Austausch und hat Anzeige erstattet.












